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Reiten: Vielseitigkeit

Erfolge im Doppelpack – Ingrid Klimke und Greta Busacker feiern Siege

Münster

Das niederländische Oudkarspel hatte Ingrid Klimke auserkoren, um ihr Top-Pferd erstmals in dieser Saison einem Härtetest zu unterziehen – gleich auf Vier-Sterne-Niveau. Eine Entscheidung, die sich auszahlte: Das Vielseitigkeitsduo gewann, dazu folgte Klimke direkt dahinter mit Siena just do it. Perfekte Ausbeute. Da auch Tochter Greta Busacker mit Scrabble in der Drei-Sterne-Prüfung vorn lag, war die Freude noch größer.

Von Henner Henning

Ingrid Klimke und Hale Bob waren in Oudkarspel nicht zu schlagen. Foto: Foto: Imago/Ingo Wächter

Ein Doppelsieg für Ingrid Klimke (RV St. Georg Münster) in der Vier-Sterne-Prüfung, dazu der Triumph von Greta Busacker (RV Roxel) im Drei-Sterne-Wettbewerb. Das Mutter-Tochter-Duo hat im niederländischen Oudkarspel der Konkurrenz das Nachsehen gegeben, einzig im Zwei-Sterne-Feld hielt sich Klimke ein wenig zurück – obwohl auch hier nicht viel zu Platz eins gefehlt hatte.

„Das war richtig cool und hat unheimlich viel Spaß gemacht“, sagte Klimke mit Blick auf den österlichen Ausflug in den Norden des Nachbarlands und fügte bestens gelaunt hinzu: „Das ist aber auch klar, wenn es so gut läuft.“ Und es lief für die 54-Jährige, die mit Hale Bob im Viereck die beste Bewertung erhielt – wieder einmal. „Er macht das inzwischen so selbstverständlich und sicher, das ist ein Träumchen“, meinte die Münsteranerin, die sich in der Dressur schon ein angenehmes Polster auf die Verfolger zugelegt hatte. Und der erste kam ja mit Siena just do it auch noch aus dem eigenen Stall.

Klimke: „Wollten nicht trödeln“

So ließ es Klimke im Gelände etwas ruhiger angehen, verzichtete auf dem anspruchsvollen Kurs auf das letzte Risiko, ohne dabei aber komplett auf dem Bremspedal zu stehen. „Wir wollten nicht trödeln, aber die Zeit war ohnehin nur schwer zu bekommen.“ Die Strafpunkte für die Zeitüberschreitung nahm die zweifache Team-Olympiasiegerin in Kauf, blieb trotz der 7,6 Zähler auch vor dem Springen in Führung. Weiter vor Siena, die im Gelände nicht „ein Zehntel gezögert“ und nur fünf Sekunden länger als Hale Bob gebraucht hatte.

Einen Abwurf konnte sich Klimke so im Parcours mit dem 18-jährigen Wallach erlauben, um vor seiner Stallgefährtin zu bleiben. Und diesen leistete sich Hale Bob auch ausgangs der dreifachen Kombination mit einem „Netzroller, den er wohl gar nicht gemerkt hat“. 35,3 Punkte waren es abschließend, 2,1 weniger als die im Parcours fehlerfreie Stute Siena – Doppelsieg vor dem Niederländer Stephan Hazeleger mit Dupon (44,6). „Ich bin wirklich happy“, erklärte Klimke, die zudem mit ihren Nachwuchskräften Van Hera und Cascamara in der Zwei-Sterne-Konkurrenz unterwegs war. Mit der achtjährigen Stute Van Hera belegte sie Rang acht (33,8), nur ein leichter Fehler im Parcours verhinderte den Sprung nach ganz oben, wo Roel Zonneveld (Niederlande) mit Easy Boy (29,9) stand. Mit Cascamara, ebenfalls achtjährig, folgte Klimke auf dem 26. Rang (39,2), ein verpatztes Springen ließ das Duo abrutschen. „Da war sie abgelenkt von den Fahnen und von der parallel laufenden Geländeprüfung. Aber das sind wichtige Erfahrungen, die Cascamara gesammelt hat“, so Klimke.

Busacker und Scrabble ein „Traumpaar“

Das erfolgreiche Wochenende rundete ihre Tochter ab. Nach der „tollen Dressur“ (Klimke) war Busacker im Sattel von Scrabble noch Zweite gewesen, übernahm aber nach dem fehlerlosen Ritt auf dem schweren Geländekurs die Führung – und diese vereidigte das Paar mit einer Nullrunde im Parcours. „Zu sehen, wie selbstverständlich die beiden die drei Teilprüfungen absolvieren und wie sie zusammengewachsen sind, ist sensationell. Das ist ein Traumpaar“, sagte Klimke.

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