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Handball: 3. Liga

„Ernstfall“ bleibt für HLZ Ahlener SG ohne Schrecken

Ahlen

Wer eine Reise macht, kann viel erzählen. Drittligist HLZ Ahlener SG jede Menge Gutes von den vier Tagen in Differdingen. Sportlichen erhielten vor allen Dingen Abwehr und Angriff einen Feinschliff. Und zudem blieb ein geprobter Ernstfall ohne Schrecken.

Von Uwe Niemeyer

Perfekt, scheint Foto: rp

Jan Anton geriet ins Schwärmen. „Ich bin unglaublich stolz auf das, was die Jungs in den vergangen Wochen abgerissen und abgeliefert haben. Sie haben sich heute für ihren Aufwand belohnt“, verteilte der Teammanager des HLZ Ahlener SG nach dem 35:27 (16:13) bei der HG Saarlouis, ebenfalls Drittligist, ein dickes Lob. Das als „simulierter Ernstfall“ (O-Ton Trainer Neuhaus) angegangene Testspiel inklusive einer einem Auswärtsspiel ähnlichen Anreise, blieb ohne Schrecken. Das Lob unterfütterte Anton derweil auch mit Argumenten: „Noch am Mittwoch gegen TuSEM Essen II haben wir 18 technische Fehler gemacht. Heute nur fünf.“

Aus der Sicht von Jan Anton kein Zufall, sondern Ergebnis des viertägigen Trainingslagers. Auch hier ließ er eine Begründung folgen. Am Donnerstagabend bat Trainer Frederik Neuhaus den Angriff zur Videoanalyse, am Freitagvormittag wurde das Gesehene trainiert. Der gleiche Ablauf folgte Freitag am Nachmittag sowie Abend für die Abwehr. Samstag vor dem Spiel übten beide Mannschaftsteile gemeinsam. In den 60 Minuten in Saarlouis wurden die Erkenntnisse angewendet. „Sie haben fast alles umgesetzt“, sah Anton zweifelsfrei die Wirkung des Trainingslagers. „Ich kann die Leistung unseres Gegners nicht einordnen, unsere schon. Und die hat mir gefallen.“ Zwar wollte er niemanden von den eingesetzten 15 Akteuren herausstellen, erwähnte dann doch David Spiekermann: „Er hat zum ersten Mal genau das gemacht, was wir von ihm sehen wollen.“ Das galt defensiv für den Innenblock, offensiv für die halblinke Rückraumposition.

Anton lobt die perfekten Bedingungen

Einmal in Fahrt, verteilte Anton weitere gute Noten: „Was die Stadt Differdingen und besonders der luxemburgische Sportminister Thierry Wagner uns ermöglicht haben, verdient ein dickes Dankeschön.“Am Sonntag zur besten Kaffeezeit kehrte der ASG-Tross in die Wersestadt zurück. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass es nicht der letzte Abstecher in die Partnerstadt war.

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