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Handball: 3. Liga

Fehleranalyse in Ahlen nach der Derbypleite

Ahlen

Noch lange nach der Schlusssirene wirkte das 29:30 gegen den ASV Hamm-Westfalen II noch nach. Derby-Niederlagen schmerzen eben. Zumal die Mannschaft von Trainer Frederik Neuhaus zunächst ein guter Start gelang, das Spiel des HLZ Ahlener SG dann aber nicht rund lief. Ursachenforschung war beim Handball-Drittligisten schnell angesagt. Und das wohltuend selbstkritisch.

Von Harald Hübl

Schall und Rauch: Torwart Maurice Behrens wird beim Einlauf gegen Hamm als Erster präsentiert. Ebenso dramatisch verlief das Duell der Erzrivalen, das das HLZ allerdings knapp verlor. Foto: Toppmöller

Beim ATSV Habenhausen haben die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG das Spiel mit ihrer Kampfkraft noch gedreht und für sich entschieden. Daran wollten sie gegen die Zweitliga-Reserve des ASV Hamm-Westfalen anknüpfen. Das ist ihnen bei der 29:30 (15:18)-Niederlage in der Friedrich-Ebert-Halle erst spät – zu spät – gelungen.

Nach gutem Start lief es bei der Mannschaft von Trainer Frederik Neuhaus nicht rund. Über die gesamten 60 Minuten unterliefen der HLZ-Sieben zu viele einfache Fehler. Und das in Abwehr und Angriff. „Heute lief es nicht gut“, sagte David Spiekermann. „Uns hat die Cleverness gefehlt. Wir waren oftmals zu hektisch, haben falsche Entscheidungen getroffen oder die Bälle einfach weggeschmissen. Dass der letzte Pass nicht ankam, passt zum Spiel.“

Ausgleich in letzter Sekunde verhindert

Sekunden vor dem Abpfiff bekam Rechtsaußen Niklas Seifert den Ball, sprang in den Kreis und passte nach links. Dort sollte Benedikt Bayer per Kempa den 30:30-Ausgleich erzielen. Doch beide hatten die Rechnung ohne Hamms Routinier Lars Gudat gemacht, der die Kugel reaktionsschnell vor Bayers Augen wegfischte. Damit war die Niederlage im Prestigeduell der Nachbarn besiegelt.

Ferdi Hümmecke, Kapitän des HLZ Ahlener SG

Dass der Punktgewinn über die Außenposition herbeigeführt werden sollte, war eine dieser unglücklichen Entscheidungen, die das Spiel der Wersestädter prägte. Und dennoch hätten sie noch mit einem blauen Auge davon kommen können. Doch das sollte nicht sein. „Wir hätten uns heute am Ende selber belohnen können. Wir hatten die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, machen das Tor aber nicht“, brachte es Ferdi Hümmecke auf den Punkt. „Hamm hat vorgelebt, wie man sich in so ein Spiel hinein kämpft. Das hat uns gefehlt. Wir haben den Kampf erst in der letzten Viertelstunde angenommen. Leider viel zu spät. Trotzdem hätten wir fast noch den Ausgleich erzielt. Das ist bitter.“

Besonders für die beiden Youngster Luca Harhoff und Til-Colin Schmidt. Sie rückten nach der Pause für David Spiekermann und David Wiencek in den Rückraum. Ein Schachzug des Trainers, der aufging. Sowohl im Angriff als auch in der offensiven 3:2:1-Deckungsformation standen die beiden 19-Jährigen ihren Mann.

Ein Punktgewinn in letzter Sekunde wäre für die beiden Debütanten – es war der erste längere Einsatz in einem Ligaspiel – das Sahnehäubchen gewesen. Aber es kam anders.

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