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Handball: 3. Liga

Fehlerminimierung ist für HLZ-Sieben das oberste Gebot

Ahlen

Frederik Neuhaus hat lange und ganz genau hingesehen. „Wir wissen, wo die Fehler liegen“, versichert er nach der Videoanalyse der Derbypleite. Die Lehren und Erkenntnisse wird sein Team am Samstag in Nordhemmern umsetzen. So ist der Plan.

Von Harald Hübl

Nicht so zimperlich: In der Abwehr geht’s dem Gegner schon mal an den Kragen, hier mit Ferdi Hümmecke (l.) und David Spiekermann (r.). Foto: H.WEGENER

Kämpfen können die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG. Das haben sie in den bisherigen fünf Partien gezeigt. Doch die für diesen Sport so wichtige Tugend führt nicht zwangsläufig zum Erfolg. Das hat die Mannschaft von Trainer Frederik Neuhaus zuletzt gegen Hamm erfahren müssen. Am heutigen Samstag (19.30 Uhr) in Nordhemmern sollen Ruhe und Besonnenheit hinzukommen, um gegen LIT 1912 II wieder erfolgreich zu sein. Diese beiden Komponenten fehlen dem Ahlener Spiel. Das war nicht nur gegen den Hammer Nachbarn zu sehen.

Auch in den Heimspielen gegen Minden und Bissendorf-Holte suchten die HLZ-Akteure häufig zu früh die – oftmals falsche – Entscheidung, spielten zu ungenau oder nahmen sich unvorbereitete Würfe. „Die Niederlage gegen den ASV haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir wissen, wo die Fehler liegen“, sagt Neuhaus. „Sie liegen eindeutig bei uns und nicht etwa daran, dass Hamm zu stark für uns war.“

Der Ahlener Trainer weiß, dass seine Männer je nach Spielsituation auch mal den Fuß vom Gas nehmen müssen. In der Theorie wissen das alle. In der Praxis gelingt es zu selten. Deshalb ist das Spiel der Wersestädter mit zu vielen Fehlern behaftet.

Gastgeber verkaufen sich bislang unter Wert

Die Gastgeber nimmt der Trainer trotz ihres klassischen Fehlstarts von vier Niederlagen keineswegs auf die leichte Schulter. Die Ergebnisse zeigen die eine Seite der Medaille. Die andere einen Gegner, der besser Handball spielen kann, alses die Resultate widerspiegeln. „Die Mannschaft ist individuell stark“, weiß der HLZ-Trainer, der Spieler und Trainer kennt. „Sie werden alles dran setzen, gerade vor heimischen Zuschauern die ersten Punkte zu holen. Wir werden uns darauf einstellen müssen,dass es dort knallhart zur Sache geht.“

HLZ-Sieben trifft auf eine gefährliche Mischung

Davon geht auch LIT-Trainer Daniel Gerling aus. Mit den Niederlagen in Aurich (28:35) und Altenhagen-Heepen (20:26) sowie zuhause gegen Lemgo II (30:31) und Wilhelmshaven (24:31) haben die Gastgeber den Saisonstart in den Sand gesetzt. „Wir stehen unter Druck“, räumt Gerling ein. Er und seine Spieler wollen liefern. Da kommt eine gefährliche Mischung auf die HLZ-Sieben zu. Sich nur auf Kampfkraft zu verlassen, genügt nicht. Kommen Ruhe und Besonnenheit hinzu, wäre das ein Fundament, das den Erfolg tragen könnte.

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