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Fußball: Regionalliga West

Frenkerts Knöchelbruch stellt Preußen-Test in Dortmund in den Schatten

Münster

Lukas Frenkert muss monatelang pausieren. Sein Pech hat womöglich auch Auswirkungen auf die weitere Kaderplanung. Im Test bei Borussia Dortmund II geht es für Preußen Münster auch darum, sich wettbewerbsfähig zu machen – munter gewechselt wird aber weiter.

Von Thomas Rellmann

Die fatale Szene: Younes Mouadden räumt Lukas Frenkert ohne nennenswerte Rücksicht ab. Foto: Sebastian Sanders

Völlig überraschend kam die Diagnose nicht mehr. Lukas Frenkert hat sich beim Testspiel von Preußen Münster gegen den KFC Uerdingen am Samstag den Knöchel gebrochen. Das völlig unnötige wie brutale Foul des Krefelders Younes Mouadden erzürnt Trainer Sascha Hildmann noch immer. „Unfassbar, da so einzusteigen“, so der Pfälzer, der vor allem mit seinem Außenverteidiger mitfühlt. Schließlich hatte der bereits im März in Lotte eine Schultereckgelenksprengung erlitten und war fast drei Monate ausgefallen. „Er ist im Moment verständlicherweise extrem niedergeschlagen“, sagte der Coach.

Wie lange der 21-Jährige pausieren muss, lässt sich noch nicht beziffern. Schmerzhaft ist Frenkerts Fehlen aber auch für Hildmann. „Er ist immer eine gute Waffe, hat ein starkes Kopfballspiel, einen super Einwurf, ist jederzeit bissig und gallig“, so der 50-Jährige. Der Blondschopf kann zudem links und rechts verteidigen. Plötzlich muss für die defensive Außenbahn womöglich doch noch mal Verstärkung her. Was wiederum auch Konsequenzen für andere geplante Transfers haben kann. Sportchef Peter Niemeyer betont zunächst: "Wir wissen genau, was das für einen jungen Fußballer bedeutet. Umso wichtiger ist es, dass wir auch jetzt an seiner Seite sind und ihn wieder bei seinem Weg zurück auf den Platz unterstützen werden."

Anstoß in Aplerbeck

Das Pech des Flügelspielers überschattet zugleich das Freundschaftsspiel an diesem Dienstag gegen Borussia Dortmund II. Der Drittligist ist neben dem MSV Duisburg und Heracles Almelo der wichtigste Prüfstein in der Vorbereitung. Im Aplerbecker Waldstadion (Anstoß 18 Uhr) ist aber natürlich noch munteres Durchwechseln geplant. „Ein sehr guter Test, ich bin wirklich gespannt, wie wir uns schlagen“, sagt Hildmann.

Der BVB kommt mit seinem neuen Trainer Christian Preußer (zuletzt Fortuna Düsseldorf und SC Freiburg II), hat wie üblich einen gewissen Umbruch hinter sich und zuletzt die Düsseldorfer Reserve mit 5:0 geschlagen. Die Münsteraner können auf alle Akteure außer Frenkert und Dennis Daube, der erst ganz langsam auf den Platz zurückkehrt, zurückgreifen. Zwar sind sie aktuell oft zweimal täglich gefordert, jedoch machen sich die Anstrengungen noch nicht wirklich bemerkbar. „Die Grundfitness ist ja bei allen da, deshalb mischen wir in den Übungsformen alles“, so Hildmann. Die Physis ist die Basis, alles andere kommt aber nicht zu kurz. Angriffsspiel und Viererkettenverhalten stehen aktuell demnach ebenso auf dem Programm. „Tote Punkte“, wie sonst üblich in dieser Phase, erwartet der Coach erst in rund zwei Wochen. „Danach geht es dann aber auch schnell bergauf.“

Genau das ist natürlich auch Frenkert zu wünschen. Der Unglücksrabe durfte sich zumindest über zahlreiche Genesungswünsche freuen.

Liveticker aus Aplerbeck ab 17.45 Uhr: www.wn.de/scp

- Der MSV Duisburg lässt am Freitag zum Testkick gegen den SCP (18 Uhr) auf dem Trainingsgelände doch Zuschauer zu. Ursprünglich war ein Geisterspiel geplant.

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