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Fußball: Westfalenliga

Fromme bleibt beim 1. FC Gievenbeck, Temme und Paende kommen

Münster

Der alte Fahrensmann Michael Fromme hängt noch ein Jahr dran beim 1. FC Gievenbeck. Gleichzeitig hat der Westfalenligist mit Asmar Paenda und Nils Temme zwei jüngere Burschen mit viel Qualität verpflichtet, die allerdings vor dem Lockdown mit Verletzungen zu kämpfen hatten.

Hier noch im Schalker Trikot, bald aber für den FCG am Ball: Asmar Paenda (l.), der aus der Preußen-Jugend kommt. Foto: Imago/Rene Traut

Nach fast eineinhalb Jahren ohne echten Fußballrhythmus fangen gerade fast alle Amateurkicker im Grunde bei null an. Das ist auch eine Chance für solche, die nach schweren Verletzungen wieder Fahrt aufnehmen wollen. Der 1. FC Gievenbeck macht sich das zunutze und verstärkt seinen Kader mit zwei namhaften Akteuren, die in der Vergangenheit länger pausieren mussten. Außerdem hat der Routinier schlechthin um ein Jahr beim Westfalenligisten verlängert.

Aus der U 19 von Preußen Münster kommt Asmar ­Paenda, der beim FCG groß wurde und immer noch im Stadtteil lebt. Beim FC Schalke 04 hatte er einen Vertrag für die A-Jugend nach vier erfolgreichen Jahren schon in der Tasche, ehe ihn Verletzungen bremsten. Beim SCP hatte er gerade Fahrt aufgenommen, als die Saison abgebrochen wurde. Gievenbecks Trainer Florian Reckels kennt den Mittelfeldspieler schon lange – er war bis zur Jahrgangsstufe sieben sein Klassenlehrer am Stein-Gymnasium, der Kontakt blieb auch danach.

Neuer höherklassiger Versuch

Zudem wechselt Nils Temme von Union Wessum in den Sportpark. Er galt als Top-Spieler der Westfalenliga bei der SpVgg Vreden, dann erlitt der 26-Jährige mehrere schwere Verletzungen und ging in die A-Liga, wo sein Bruder Jan Trainer war. Nun wohnt er in Münster und will es noch mal höherklassig versuchen. „Er hat gesagt, dass er den FCG immer schon sympathisch und die Anlage schön fand“, sagt Reckels. „Er wird bei uns die Zeit bekommen, die er benötigt.“ Der Linksfuß, der selbst im Februar beim Sportlichen Leiter Carsten Becker vorstellig wurde, gilt als variabel in der Offensive.

Weiter an Bord bleibt Michael Fromme. Der Edeltechniker ist 36. „So wollte ich aber nicht aufhören“, sagt er. Nachdem er im Sommer vom TuS Hiltrup zu seinem Heimatclub zurückkehrte, kam er urlaubsbedingt nicht gut in die Vorbereitung. „Im Augenblick sticht er aber wieder heraus, zeigt sich ex­trem heiß. Und es geht nur nach sportlicher Leistung“, betont Reckels.

Leser und die Schricks gehen

Hingegen verlässt Niklas Leser, der ein Studium in Bochum aufnimmt, aber weiter in Münster Fußball spielen will, den Verein. Das gilt auch für Mathis Schrick, der andernorts Spielpraxis sammeln will. Sein Bruder Michel geht aus der U 19 des FCG zum Studium für mindestens ein Jahr nach Spanien. Einen Neustart unternehmen Julian Canisius (Ausland) und Janes Niehoff (Verletzung) nach ihren erzwungenen Auszeiten.

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