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Handball: Frauen-Oberliga

Geplatzte Träume sind beim SC DJK Everswinkel noch nicht verarbeitet

Everswinkel

Die Frauen des SC DJK Everswinkel haben immer noch daran zu knabbern, dass der Traum vom Drittliga-Aufstieg geplatzt ist. Beim Oberligisten gibt es vier neue Gesichter. Und die Everswinkelerinnen spielen in einer neuen Staffel.

Von Karl-Heinz Kock

Richten den Blick inzwischen Richtung neue Saison: Yusra Altun und die SC-DJK-Frauen. Foto: Wegener

Gut vier Wochen ist es her, dass die Aufstiegsträume der Everswinkeler Handballerinnen jäh zerplatzten. Nach sechsmonatiger Pandemie-bedingter Pause waren sie im Frühjahr von null auf hundert durchgestartet, hatten drei- bis viermal pro Woche trainiert. Alles vergebens. Nach der 20:29-Niederlage in Hille gegen LIT Tribe 1912 war - trotz des vorausgehenden 26:17-Erfolges gegen die HSG Schwerte-Westhofen - an die 3. Liga nicht mehr zu denken. „Nee, das haben wir noch nicht verarbeitet“, räumt Übungsleiterin Franziska Heinz unumwunden ein. „Es ist ja auch erst wenige Wochen her und nun ist die halbe Mannschaft in Urlaub. Das werden wir nachholen, wenn alle wieder da sind. Jetzt müssen wir uns erst einmal berappeln und sortieren.“

Zum Auftakt ein Heimspiel

Gleichwohl steht die nächste Oberliga-Saison schon vor der Tür. Am 4. September beginnt sie mit einem Heimspiel gegen den TV Verl, anschließend gastiert man beim HSV Minden und TuS Brockhagen. Also zweimal in Ostwestfalen, was schon deutlich macht, dass Everswinkel die Staffel gewechselt hat. „Auf uns warten weitere Fahrten als bisher“, so die 48-jährige Trainerin aus Greven. „Aber vielleicht ist es auch ganz gut mal gegen andere Mannschaften zu spielen. Vom Papier her ist es die stärkere Staffel.“

Sechste Saison in der Verantwortung

Franziska Heinz geht in ihre sechste Saison als verantwortlicher Coach auf der SC-DJK-Bank. Man merkt ihr an, dass sie und das Team den Kopf noch nicht so richtig frei haben für die nächsten Aufgaben, zu sehr nagt offenbar noch die Enttäuschung über den verpassten Sprung in die Drittklassigkeit. „Ich habe unser Auftaktprogramm registriert, möchte es aber noch nicht bewerten.“ Auch Vorbereitungsmatches waren bis Mitte Juli noch nicht abgeschlossen. Das wird noch kommen und auch der Frust wird sich irgendwann legen.

Fest gezurrt sind derweil die personellen Veränderungen. Luisa Steinhoff, die zum Studieren nach Bremen geht, und Juliane Mohr, die es berufsbedingt nach Dortmund zieht, stehen zukünftig nicht mehr zur Verfügung. Im Gegenzug kommen Kreisläuferin Katarina Ruschhaupt aus Kinderhaus und Rückraumspielerin Paula Cordes aus Burgsteinfurt zum Oberligisten. Letztere hat in den zurückliegenden Wochen schon erste Duftmarken im neuen Umfeld abgegeben. Aus dem eigenen Nachwuchs rücken zudem die beiden Rückraumspielerinnen Lea Westmeyer und Lizzy Hartmann in das Aufgebot auf.

Zielsetzung gemeinsam erarbeiten

Zu was dieser Kader 2021/22 in der Lage ist, wird man erst im Herbst sehen. „Die Zielsetzung für die neue Saison werden wir gemeinsam mit der Mannschaft erarbeiten“, so die 187-fache Nationalspielerin Heinz, die 1996 mit der DHB-Auswahl an den Olympischen Spielen in Atlanta teilnahm.

Es muss also nicht unbedingt der Blick nach ganz oben in der Tabelle sein, aber wer einmal an den leckeren Früchten gekostet hat, gibt sich andererseits auch ungern mit etwas weniger zufrieden.

Gastspiel der Ahlener SG

„Wir freuen uns darauf, dass ein so attraktiver Gegner nach Everswinkel kommt“, ist Thomas Steinhoff, Trainer der SC-DJK-Handballer, die Vorfreude auf das Gastspiel des Drittligisten Ahlener SG am Samstag (31. Juli) ab 16.30 Uhr anzumerken. Das anschließende Oberliga-Duell (19 Uhr) zwischen den Frauen und dem HSV Minden Nord rundet den Tag ab. Wozu auch die Kulisse beitragen soll. Unter Einhaltung der Drei-G-Regel – geimpft, genesen, getestet – ist der Besuch erlaubt. Wünschenswert ist in der Kehlbachhalle das Tragen einer Maske. „Vielleicht können die Zuschauer das Ganze auch entzerren, die Plätze oben und unten nutzen“, so Steinhoff. (uni)

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