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Fußball: Oberliga

1. FC Gievenbeck schaltet gegen SF Siegen erfolglos hoch

Münster

Zum ersten Mal in dieser Saison teilte Neuling 1. FC Gievenbeck die Punkte. Das 1:1 gegen die SF Siegen war nach einer starken zweiten Hälfte zu wenig. Innerhalb von zehn Minuten hatten die Hausherren viermal die Chance, die Partie zu entscheiden.

Von Thomas Rellmann

Frederik Schulte (r.) war einer der Aktivposten beim FCG. Hier entwischt der Linksfuß dem Siegener Kapitän Tobias Filipzik. Foto: Wilfried Hiegemann

Guglielmo Maddente trat nach Abpfiff vorsichtig, aber spürbar frustriert gegen die Bande. Auch seine Kollegen gingen gesenkten Hauptes vom ramponierten Rasen. Der Ärger über den verpassten Erfolg war nach dem 1:1 (1:1) gegen die SF Siegen beim 1. FC Gievenbeck größer als die Freude über eine bestärkte Erkenntnis. Diese lautet: Der Aufsteiger kommt in der Oberliga ohne größere Probleme zurecht.

„Wenn die Jungs nach einem Unentschieden gegen diesen Gegner traurig sind, ist das ja gut“, sagte Trainer Florian Reckels. „Aber nur wir hätten den Sieg verdient gehabt. Auf der Leistung können wir trotzdem aufbauen.“ Während beim Gast, der trotz guter Mittel einen schlechten Saisonstart hatte, die Kräfte nach der Pause schnell schwanden, konnten die Münsteraner noch mal hochschalten. Auch das darf als ein positives Indiz gewertet werden.

Ausgeglichene erste Hälfte

Hälfte eins war ausgeglichen, vielleicht hatten die Siegerländer fußballerisch leichte Vorteile. Und Pech, dass ein Zweikampf zwischen Maximilian Brüwer und ihrem Angreifer Julian Jakobs keinen Elfmeterpfiff zur Folge hatte (7.). Weil wenig später Christian Keil nach einem Ballgewinn Brüwer rechts einsetzte und der aus nicht einfachem Winkel das 1:0 mit einem Schuss ins lange Eck erzielte (9.), geriet Sportfreunde-Coach Lirian Gerguri vollkommen aus der Fassung. In einer engen Partie mit vielen Zweikämpfen und schwierigen Entscheidungen beklagte er jeden Pfiff von Referee Dominic Stock, ob strittig oder glasklar, lautstark. Als der ehemalige Drittliga-Verteidiger und Zaungast Timo Kemming ihm die Leviten las, war nur kurz Ruhe.

Das Geschehen auf dem Feld lieferte zunächst wenige Strafraumszenen. Keil wurde von Brüwer eingesetzt, aber im letzten Moment geblockt (21.). Der FCG lief erst ab der Mittellinie an. Siegen hatte eine etwas reifere Spielanlage, links machte Malik Hodroj viel Dampf. Eine leicht abgefälschte Direktabnahme von Michel Harrer führte schließlich zum nicht unverdienten Ausgleich (31.). „Wir wussten, dass vorne richtig Qualität und Tempo drinstecken“, erklärte Reckels den eher defensiven Ansatz.

Gievenbeck kam gut aus der Pause

Das wandelte sich nach der Pause komplett. „Wir hatten Probleme die Bälle zwischen unsere Ketten zu verteidigen“, sagte der 40-Jährige. „Es tat uns dann gut, früher zu attackieren.“ Tatsächlich ging es nur in eine Richtung. Die Siegener wirkten platt. Zunächst wurde Gievenbeck noch nicht zwingend. Allenfalls ein Maddente-Versuch aus 20 Metern barg Gefahr (55.). Doch dann bekam SF-Torwart Christoph Thies, der in Hälfte eins nur einen Schuss von Justus Kurk (39.) parieren musste, Arbeit. Frederik Schulte schoss ihn bei einem Konter frei an (71.), Keil brachte den Keeper mit einem Aufsetzer ins Schwitzen (73.). Und Thies parierte schließlich noch Maddentes Freistoß (76.) und vor allem Keils Chance, als der Kapitän nach Sven Rüschenschmidts Anspiel viel Platz hatte (79.). „Eine der Möglichkeiten hätten wir nutzen müssen, aber wir waren zu hektisch und überhastet“, sagte Reckels. Als Anton Mand schließlich einen sehr vielversprechenden Überzahl-Gegenstoß mit einem unpräzisen Querpass verdaddelte (89.), war klar, dass es beim Punkt bleibt.

FCG: Eschhaus – Beil, Mand, Egbers – Brüwer, Rüschenschmidt, Kurk, Schulte – Maddente, Martin, Keil (86. Fromme)

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