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Fußball: Oberliga-Aufstiegsspiel

Gievenbeck spielt ohne Extras und passend angespannt

Münster

Sie ließen es krachen, das konnte jeder erahnen, der am Donnerstagabend im Sportpark war. Der 1. FC Gievenbeck kostete den dritten Aufstieg in die Oberliga gut aus. Und feierte vor allem seine erfahrenen Kräfte. Der Trainer hatte derweil in der Vorbereitung der Partie alles richtig gemacht.

Von Thomas Austermann und Thomas Rellmann

Der FCG im Partymodus! Foto: Jürgen Peperhowe

Die Sektkorken knallten, die Bierduschen blieben niemandem erspart. Die Rekordkulisse im Sportpark ließ es mit dem Abpfiff ordentlich krachen. Mittendrin natürlich die Spieler, die die Nacht zum Tag machten und bereits 24 Stunden später am holländischen Strand sein mussten. Der 1. FC Gievenbeck feierte im Kollektiv. Mit Fans, Jugend-Spielern, Helfern und Funktionären.

Kommentar: Bereit für mehr

Die Bewertung der Partie war einhellig. Vom TuS Hordel hatten alle mehr erwartet. Keeper Nico Eschhaus ging sogar so weit: „Der Gegner hat sich die Ausreden vorher schon zurecht gelegt.“ Kritik an Untergrund und Anstoßzeit war aus Bochum deutlich zu vernehmen gewesen. Der Routinier gönnte allen drei Torschützen ihr Erfolgserlebnis: „Es ist so geil. Für die drei, die getroffen haben, freut es mich total.“ Nils Heubrock, einer aus dem Trio, meinte: „Für Kopfballtore bin ich sonst nicht bekannt“, sagte er.

Beyer freut sich über das Vertrauen

Das Duo hatte gemeinsam die Kabine in den vergangenen Monaten einer Generalüberholung unterzogen. „Die beiden da viel Herzblut reingesteckt“, sagte Manuel Beyer. „Sie haben sicher Sorge, dass die Räumlichkeiten noch auseinandergenommen werden.“ Der Abwehrspieler war eigentlich zeitlich bedingt auf dem Rückzug, sprang dann aber doch ein und machte seine Sache sehr gut. „Ich habe vielleicht zehn, elf Einheiten in der Rückrunde gehabt und mich sehr über das Vertrauen gefreut, vom Trainer, von der Mannschaft“, sagte der 31-Jährige hinterher.

Der 24-Tore-Mann ließ sich derweil von allen umarmen, aber nicht als Mensch im Mittelpunkt feiern. Christian Keil lobte vielmehr „die Präsenz aller“ und erzählte von „einem echt guten Gefühl, das schon in der Kabine spürbar war. Es war genau die richtige Anspannung da und eben keine nervöse Aufregung. Es kribbelte auf echt positive Art und Weise.“

Trainer Florian Reckels lobte, dass „alle wirklich mit Herz gespielt haben – und immer sehr konzentriert waren. Es war richtig, dass wir ohne besondere Extras in dieses Spiel gegangen sind.“ Sein routinierter Kollege Claus Puls, der für die Arbeit mit den Torleuten verantwortlich ist, sagte: „Ich brauche solche Spiele als Aktiver nicht, aber ich muss sagen, dass unsere Mannschaft die deutlich bessere war und Hordel doch kaum eine echte Torchance ermöglicht hat. Das war schon eine deutliche Angelegenheit.“

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