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Volleyball: Bundesliga Frauen

Gute Phasen reichen USC gegen Suhl nicht – Entwarnung bei Kildau

Münster

Nach zwei Erfolgen über Potsdam und Wiesbaden hat der USC Münster eine 0:3-Heimniederlage gegen den VfB Suhl kassiert. 575 Zuschauer sahen auch die Verletzung von Libera Erika Kildau, Trainerin Lisa Thomson gab aber am Sonntag „leichte Entwarnung“ – langfristig fällt die 19-Jährige wohl nicht aus.

Von Alexander Heflik

Schreckmoment für den USC Münster: Erika Kildau verletzte sich Mitte des zweiten Satzes und musste die Partie vorzeitig beenden. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Mannschaft in schwarzen-gelben Trikots machte am Samstag Abend ihr Ding. Wobei das nur für den VfB Suhl beim Gastspiel in der Frauen-Bundesliga beim USC Münster galt. Schwarz-Gelb aus Dortmund verlor dagegen gegen Bayern München in der Fußball-Bundesliga. Fast zeitgleich gingen die Partien zu Ende, knapp war es beim BVB, am Ende deutlicher in der Halle Berg Fidel, als der USC vor 575 Zuschauern das 0:3 (23:25, 19:25, 23:25) hinnehmen musste.

Münster verlor nicht nur die Partie, sondern mittendrin auch Libera Erika Kildau. Die 19-Jährige blieb nach einer Abwehraktion Mitte des zweiten Satzes mit Schmerzen liegen. Schlimme Befürchtungen entkräftete Trainerin Lisa Thomsen am Sonntag, es gab eine „leichte Entwarnung“. Kildau habe mit schweren Krämpfen nicht weitermachen können. Direkt nach der Partie hatte Thomsen gesagt: „Das ist nie schön anzuschauen, wenn eine Spielerin verletzt auf dem Boden liegt. Und Erika hat ja diese eineinhalbjährige Verletzungshistorie hinter sich.“ Das Temperamentsbündel auf dem Feld war aber gegen Suhl damit außer Gefecht. Thomsen: „Dabei ist sie so ein cooler Typ.“ Das Bulletin vom Sonntag gibt Hoffnung, dass das nicht langwierig wird.

Hurst für Kildau als Libera

Zurück zum Spiel: Marta Hurst übernahm die Rolle von Kildau bei einem 14:18-Rückstand im zweiten Satz. Zuvor hatte Münster richtig gut losgelegt, vielleicht auch beschwingt durch die letzten Erfolge in Postdam sowie dem in Wiesbaden im Pokal. Lange schien zumindest Durchgang eins eine Beute der Gastgeberinnen zu werden. Die Zwischenstände (6:1, 14:8 und 18:12) ließen das vermuten. Aber, so Thomsen: „Es war ein superschweres Spiel. Und wir können noch nicht drei, vier oder fünf Spiele auf allerhöchstem Niveau als Kollektiv gegen eine physisch stärkere Mannschaft dagegenhalten.“ Tatsächlich ploppte die individuelle Klasse des VfB immer auf, wenn die Entscheidungen anstanden oder der USC aufgeholt hatte. Thomsen: „Vielleicht hat Suhl einfach gebraucht, um ins Spiel hineinzufinden.“ Münster war anfangs voll da, baute dann etwas ab, während der Gast immer stärker wurde. Und, so Thomsen: „Den ersten Satz noch zu verlieren, das tat weh.“

Suhl steigert sich kontinuierlich

Die Gäste nutzten nach einer Aufholjagd gleich den ersten Satzball zum Gewinn des ersten Durchganges. Als sich Münster, stets im Rückstand, nach der Kildau-Verletzung auf 18:19 herangekämpft hatte, drehte Suhl erneut am Regler und gewann Satz zwei mit 25:19.

Durchgang drei schien eine klare Angelegenheit zu werden. Die Thüringerinnen zogen davon (8:13, 10:21, 17:22), doch erneut hatte Münster eine gute Phase. Juliane Schröders Aufschlagserie spülte die Gastgeberinnen nach vorne. Es war das, was die Trainerin von ihrer im Aufbau befindlichen Auswahl sehen wollte. Der USC ließ nicht locker, versuchte das Unmögliche vielleicht doch noch möglich zu machen. Chancen zum Gewinn des ersten Satzes wie vielleicht auch des dritten Durchgangs gab es. Am Ende war Suhl immer voll da.

Samstag zum Meister Dresden

Am Samstag nun gastiert das USC-Team bei Meister Dresdner SC, sechs Tage später kommt SW Erfurt, ehe das Pokal-Halbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart und der Jahresabschluss bei den Roten Raben Vilsbiburg ansteht. Aufgaben bleiben 2021 noch einige.

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