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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Harmsen und das besondere Duell der WWU Baskets gegen Jena

Münster

Einen Großteil seines Basketball-Lebens hat Björn Harmsen in Jena verbracht. Kein Wunder also, dass das Pro-A-Duell gegen die Thüringer einen besonderen Stellenwert für den Coach der WWU Baskets Münster hat.

Wiedersehen mit Jena: Coach Björn Harmsen Foto: Jürgen Peperhowe

Dass die Partie gegen Mediopolis SC Jena für Björn Harmsen eine besondere ist, verhehlt der Trainer des Pro-A-Ligisten WWU Baskets Münster nicht. „Jena ist meine Heimat. Ich habe in dem Verein mit 15 Jahren angefangen zu spielen, bin dort mit 18 Trainer und dann mit 24 Profi-Trainer geworden, bin zweimal mit dem Verein in die Bundesliga aufgestiegen und habe dort von 2013 noch einmal fünf Jahre am Stück gearbeitet“, sagt der 40-Jährige, der die Entwicklung des Basketball-Standorts maßgeblich mit beeinflusst hat. „Ich bin stolz, Teil dieses Programms gewesen zu sein.“ Die engen Verbindungen – einige Freunde und Familienmitglieder reisen am Wochenende an – ruhen am Sonntag (18 Uhr) aber für mindestens 40 Minuten, die Punkte will Harmsen selbstverständlich in der Halle Berg Fidel behalten.

Es wären wichtige Zähler im Abstiegskampf, nachdem Münster zwei Tage vor Silvester in Dresden erst in allerletzter Sekunde der Verlängerung mit 102:103 verloren hatte. „Das war ärgerlich, denn die Leistung war sehr gut. Leider die der Schiedsrichter nicht“, sagt Harmsen, der im Blick zurück nicht nur die spielentscheidende Szene beim Dreier von Chase Adams („Da gab es einen klaren Schrittfehler“) anders als die Unparteiischen gesehen hatte.

Bittere Pleite abgehakt

Bitter, aber abgehakt. Der Fokus liegt längst auf dem Wiedersehen mit dem Ex-Club, gegen den die Baskets an die guten Auftritte gegen Bremerhaven (96:80) und eben in Dresden anknüpfen will. „Wir haben in diesen Partien deutlich erwachsener gespielt, hatten in Dresden mit 32 Assists einen starken Wert und eine gute Wurfauswahl. Der Rhythmus entwickelt sich weiter, das waren Schritte nach vorne“, erklärt Harmsen.

Dabei weiß der Coach, dass sein Team, das ohne den aus familiären Gründen in die Heimat gereisten Connor Harding auskommen muss, gegen Jena wieder ans Limit muss. Auch wenn die Thüringer, die vor der Saison als Aufstiegsaspirant zur Bundesliga galten, ihren hohen Ansprüchen mit einer Bilanz von 7:8 und zuletzt drei Niederlagen am Stück weit hinterherhinken. „Mit Vechta ist Jena, was den Kader und das Budget angeht, eines der Top-Teams der Liga und daher der klare Favorit. Die Mannschaft ist individuell stark besetzt, hatte mit vielen Verletzungen zu kämpfen“, sagt Harmsen. So fehlte Storm Murphy, der Mittwoch gegen Karlsruhe sein Comeback gab, ebenfalls lange – wie auch Shaquille Hines und Center Alex Herrera. „Wir müssen gegen die Qualität mit Energie und Freude dagegenhalten. Bekommen wird das hin, wird’s ein gutes Spiel“, so Harmsen.

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