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Fußball: Regionalliga

Heimpremiere bei Rot-Weiß Ahlen mit alten Bekannten

Ahlen

Heimpremiere für die Rot-Weißen. Aber kein einfacher Einstand vor den Fans des Fußball-Regionalligisten. Denn mit dem Wuppertaler SV kommt einer der Top-Favoriten der Liga. Dass die Gäste einige alte Bekannte aus Ahlener Zeiten mitbringen, spielt keine Rolle. „Auf dem Platz gibt es keine Freunde“, versichert Gianluca Marzullo. Er hatte wie Jan Holldack und Trainer Andreas Zimmermann schon Arbeitspapiere beim WSV.

Von Uwe Niemeyer

Kein Grund zur Freude: Bei Rene Lindner zwickt das Knie. Anfang der Woche wurde er geschont, konnte zuletzt nur dosiert trainieren. Sein Mitwirken gegen den Wuppertaler SV steht auf der Kippe. Foto: Marc Kreisel

Großes Hallo im Wersestadion. Jedenfalls vor der Begegnung von Rot-Weiß Ahlen und dem Wuppertaler SV am Samstag (14 Uhr). Nicht wenige trugen bereits das Trikot des Gegners oder haben ein Arbeitspapier beim Kontrahenten besessen. Doch ob das Wiedersehen wirklich Freude macht? 90 Minuten, für deren Besuch übrigens laut Vereinshomepage die Drei-G-Regel gilt, wohl eher nicht.

Während Peter Neururer, inzwischen Sportvorstand bei den Bergischen, von September 2000 bis November 2001 wie auch der aktuelle WSV-Coach Björn Mehnert (Juli bis November 2020) als Trainer fungierten, trug auch schon Felix Backszat den RWA-Dress. Seit Ende Juli nun den des WSV, was leise Hoffnungen auf eine Rückkehr in Ahlen platzen ließ. Für die Gäste waren derweil schon Gianluca Marzullo und Jan Holldack als Spieler aktiv, Andreas Zimmermann hatte das Sagen. Der Weg in die richtige Kabine oder auf die Trainerbank ist nicht selbstverständlich.

Gianluca Marzullo, Stürmer von RW Ahlen, der auf seinen Ex-Club trifft

„Auf dem Platz gibt es keine Freunde. Auch wenn ich mich auf einige Jungs freue, mit denen ich eineinhalb Jahre zusammen gespielt habe“, zeigt Marzullo den Spagat auf. Der hat übrigens am Mittwoch im Pokalspiel sein erstes Pflichtspieltor erziel. Auch wenn das zwischenzeitliche 4:1 Ilias Anan gutgeschrieben wurde.

RWA-Trainer Andreas Zimmermann

Dem Punktekonto Zähler gutschreiben möchte derweil der Trainer. „Wir müssen auch gegen Wuppertal unser Ding durchziehen. Dabei dürfen wir nicht aufstecken, wenn wir mal in Rückstand geraten“, sagt er vor der Heimpremiere, ehe er einräumt: „Das wird gegen ein Top-Team richtig schwer.“ Der, der nicht Niederlagen verhindern, sondern Spiele gewinnen möchte, will nichts von einem Kompromiss, oder Teilerfolg – einem Remis – nichts wissen. Für den 51-Jährigen kein Thema: „Das kann ich den Jungs nicht verkaufen.“

Warten auf Holldack - aber zwei Mittelstürmer sind da

Um zwei – Rene Lindner und Kevin Kahlert – sorgt sich der Coach. Beide sind angeschlagen. Jan Holldack ist nach wie vor nicht spielberechtigt. „Das zieht sich. Ich plane ohne ihn“, gestand Zimmermann am Freitag.

Und Wuppertal? „Gegen Ahlen gilt es zu siegen, damit wir dann gegen Essen ein schönes Spiel vor einer großen Kulisse erleben dürfen. Aber noch einmal: Aktuell zählt nur Ahlen!“, fordert der sportliche Leiter Stephan Küsters. Wobei ein WSV-Erfolg die Wiedersehensfreude auf RWA-Seite garantiert etwas schmälern würde.

Gleich zwei Mittelstürmer stellen sich derzeit bei Rot-Weiß Ahlen vor, haben bereits zweimal mit der Mannschaft trainiert. Bis Dienstag soll eine Entscheidung fallen. „Es muss passen“, sagt Trainer Andreas Zimmermann und zielt nicht nur auf die sportliche Komponente ab.

Bei den möglichen Zugängen handelt es sich zum einen um Terence Groothusen. Der aktuelle Nationalspieler für Aruba ist 1,92 m groß und 24 Jahre alt. Bis zum 30. Juni stand er bei Alemannia Aachen unter Vertrag, wohin er im Januar vom SV Straelen gewechselt war.

Zweiter Gastspieler ist Batikan Yilmaz. 1,88 m groß und drei Jahre jünger als Groothusen. Yilamz spielt zuletzt für Germania Halberstadt, davor bei Viktoria Berlin. In 65 Einsätzen in der Regionalliga Nordost traf er neunmal.

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