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Volleyball: Bundesliga Frauen

Herausforderung in Suhl für den USC, aber nächste Absage gegen Schwerin

Münster

Es sieht so aus, als könnte tatsächlich gespielt werden. Der USC Münster tritt am Dienstagabend beim VfB Suhl an und ist dort nicht favorisiert. Beide Seiten quälen personelle Probleme, der Gast arbeitete zuletzt vor allem an einfachen Übungsformen.

Von Henner Henning

Erfolgreicher Angriff von Iris Scholten im Hinspiel gegen den Suhler Block mit Annick Meijers (li.) und Laura de Zwart. Münsters Top-Scorerin fehlt im zweiten Vergleich. Foto: Jürgen Peperhowe

Nicht Neuwied, sondern Suhl. Statt Mittwoch nun schon Dienstag. Für den USC Münster haben sich die Pläne zum Ende der vergangenen Woche massiv geändert, dazu kam die Absage der für Freitagabend angesetzten Partie gegen Aachen und später des Ersatz-Spiels gegen Straubing. Corona machte allen einen Strich durch die Rechnung, Flexibilität ist gefordert. Und so reiste der Volleyball-Bundesligist am Montagmittag ins winterliche Thüringen, um sich dort am Dienstag (20.15 Uhr, live bei Sport 1) dem Tabellendritten VfB zu stellen.

Suhl hat schon 15-mal gespielt

Allein sportlich ist die vorgezogene Begegnung eine Herausforderung. Suhl, das als einziger Club in der laufenden Saison schon 15 Partien absolviert hat, spielt erneut eine gute Saison und nimmt in der – allerdings sehr schiefen – Tabelle derzeit Rang drei ein. Das Hinspiel gewann das Team des ungarischen Trainers Laszlo Hollosy am Berg Fidel im Dezember mit 3:0, Suhl sollte in der Wolfsgrube favorisiert sein. Trotz der personellen Probleme – am Samstag verlor der VfB zu neunt in Dresden 0:3 – und der dadurch bedingten Fragezeichen, die Hollosy plagen.

Das allerdings erschwert auch USC-Trainerin Lisa Thomsen die taktische Vorbereitung auf den Gegner. „Mögliche Ausfälle machen es unwägbarer. Man kann schwerer abschätzen, wer auf der anderen Seite steht. Umso mehr müssen wir den Fokus auf unser Spiel legen“, sagt die 36-Jährige. In dem haperte es bei der 1:3-Niederlage in Wiesbaden an der Angriffsleistung, alles andere als zufrieden war Thomsen damit – und erhöhte im Training die Anzahl der passenden Übungsformen. „Wir haben viele einfache Dinge gemacht, damit die Mädels über Wiederholungen Selbstvertrauen aufbauen können. Ich hoffe, dass man die Schritte nach vorn schon gegen Suhl sehen kann.“

Scholten muss weiter passen

Dabei kommt aber erschwerend hinzu, dass mit Iris Scholten die Top-Scorerin weiterhin verletzt ausfällt. Und da die zuletzt aushelfende Ines Bathen berufsbedingt nicht dabei sein kann und auch Elena Kömmling passen muss, ist die Personaldecke dünn. Die Möglichkeit, nun Marta Hurst als gelernte Angreiferin von der Libera- wieder auf ihre Stammposition zu ziehen, verfolgt Thomsen aber nicht, sie möchte das gut funktionierende Abwehr-Gebilde nicht auseinanderreißen. Nein, sorgenfrei ist in diesen Tagen wohl kein Bundesligist.

- Die für Samstag angesetzt Partie beim SSC Palmberg Schwerin wurde am Montagabend auch abgesetzt. Hintergrund ist, dass beim Gegner nach wie vor einige Spielerinnen in Quarantäne sind.

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