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Handball: 3. Liga

HLZ Ahlener SG muss mächtig improvisieren

Ahlen

Die Aufstellungen werden zum Geheimnis. Und das nicht einmal bewusst. Zu viele Fragezeichen haben die Trainer des HLZ Ahlener SG und der TSG Altenhagen-Heepen zu beantworten. Und zudem haben die Mediziner Mitspracherecht.

Von Harald Hübl

Haarscharf über dem Parkett schwebt Ahlens Julian Damm (r.) ein. Gut, wenn das Trikot des Gegners dabei Halt gibt. Foto: Wegener

Wie die Mannschaften aussehen, die am Freitag (20 Uhr) in der Bielefelder Seidensticker-Halle aufeinandertreffen werden, ist ganz und gar nicht geheim. Darf eigentlich jeder wissen. Das Problem: Selbst die Trainer der Handball-Drittligisten TSG Altenhagen-Heepen als Gastgeber und dem HLZ Ahlener SG haben nicht den Hauch einer Ahnung und lesen stattdessen lieber die Krankenakten. Frederik Neuhaus etwa kann nur hoffen, dass Dominik Spannekrebs, der gegen Spenge schmerzlich vermisst wurde, wieder das HLZ-Trikot überstreifen kann.

„Er hat nach seiner Handverletzung unter Schmerzen mittrainiert“, erklärt der Ahlener Trainer. „Mal sehen, ob und wie lange er spielen kann. Ein paar Minuten zur Entlastung der anderen wären hilfreich.“ Ähnlich sieht es auch bei Spielmacher David Wiencek aus, der sich nach einer Hüftprellung durch eine abgespeckte Trainingseinheit quälte.

Schmidt und Harhoff sind angeschlagen

Hinzu kommt noch, dass die beiden Youngster Til-Colin Schmidt und Luca Harhoff angeschlagen sind. Nach dem Ausfall beider Linkshänder im rechten Rückraum muss Neuhaus improvisieren. „Das hat gegen Spenge gut geklappt“, erklärt er nach dem Studium der Videoaufzeichnungen. Nur am Ende habe die HLZ-Sieben das Spielglück verlassen. Das wollen Neuhaus und seine Männer in Bielefeld wieder auf ihre Seite ziehen, wenn es gegen den Tabellenzehnten geht. Von der Platzierung der Gastgeber lässt sich der HLZ-Trainer nicht täuschen. „Die TSG ist auf allen Positionen gut besetzt, hat erfahrene, wurfstarke Rückraumspieler und ist in der Abwehr gut aufgestellt“, weiß Neuhaus. „Dabei ist die 6:0-Deckung immer für eine Überraschung gut.“

TSG-Trainer Leif Anton

Auch der Bielefelder Mannschaftsverantwortliche Leif Anton weiß noch nicht genau, wer am Abend auflaufen wird. „Das entscheidet sich kurzfristig“, sagt er. „Aber wir werden auf jeden Fall eine schlagkräftige Mannschaft gegen Ahlen aufbieten.“

Die Verletzungsproblematik macht Anton dafür verantwortlich, dass seine Mannschaft wechselhafte Leistungen bringt. So ist die Bilanz von drei Siegen, einem Unentschieden und sechs Niederlagen zu erklären. Anton geht von einer engen Partie zwischen den beiden Mannschaften aus, bei der seine Spieler das Tempospiel, den Rückraum und Spielwitz der Ahlener in den Griff bekommen müssen, um erfolgreich zu sein.

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