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Radsport: „Rund um die Telgter Windräder“

Hohe Anmeldezahlen für das Rennen des TV Friesen Telgte

Telgte

Mindestens 200 Starter waren die Wunschvorgabe des TV Friesen Telgte für „Rund um die Telgter Windräder“. Drei Tage vor dem Rennen in Raestrup lagen schon deutlich über 300 Anmeldungen vor. „Wir sind so was von begeistert“, sagt Patrick Altefrohne aus dem Organisationsteam.

Von Ralf Aumüller

Wie hier auf einem Archivbild rollen die Radsportler am Sonntag durch die Bauerschaft Raestrup. Vor allem die beiden Hauptklassen sind stark besetzt. Foto: René Penno

Der Klick mit kribbeligen Fingern auf die Online-Meldeliste gehörte in den vergangenen Wochen zur täglichen Routine bei den Telgter Radsportlern. Die bange Frage: Würden sie die selbst gesteckte Marke von 200 Startern bei ihrem Rundstreckenrennen erreichen?

Der Blick ins Netz machte den Organisatoren des TV Friesen jeden Tag mehr Spaß. „Wir sind so was von begeistert“, kommentiert Patrick Altefrohne, der Initiator der Großveranstaltung in der Bauerschaft Raestrup, die aktuellen Zahlen. Bis Donnerstag haben sich 322 Fahrer und Fahrerinnen einen Startplatz für die erste Auflage von „Rund um die Telgter Windräder“ am kommenden Sonntag gesichert. „Wir können es gar nicht fassen“, sagt Altefrohne. Stark besetzt sind vor allem die beiden Hauptklassen der Männer.

Drei Profi-Fahrerinnen im Feld

Nur in den vier Nachwuchsrennen von der U  11 bis zur U 17 (Starts um 9 und um 10.15 Uhr) hält sich die Resonanz in überschaubaren Grenzen. In der Hobby-Klasse (62 Reservierungen, 12 Uhr) dürfen alle Freizeitfahrer ohne Lizenz starten – und auch nur diejenigen. Zunächst gar nicht geplant war ein Frauen-Rennen. Auf Wunsch interessierter Fahrerinnen hat sich der TV Friesen dann doch überzeugen lassen. 30 Frauen haben sich bislang angemeldet, darunter die Profis Svenja Betz, Finja Smekal und Hannah Buch.

Alle Erwartungen sprengen die Amateure (13.15 Uhr) mit knapp 120 Meldungen. Altefrohne schwärmt: „Das Feld ist richtig gut besetzt. Es sind viele starke Fahrer dabei.“ Auch einige Friesen-Mitglieder starten in dieser zweithöchsten Kategorie unterhalb der Profis. Die Aufteilung in Amateure und Elite-Amateure basiert noch auf den Ranglisten von 2019, weil 2020 und 2021 wegen Corona kaum Rennen stattgefunden haben. In der Elite-Klasse (15.15 Uhr), dem Braun-Wälzlager-Cup, haben sich bislang knapp 80 Fahrer angemeldet, darunter Lucas Liß, ein Bahnrad-Weltmeister. In Telgte dürfte der 29-Jährige vom RSV Unna aber wohl nicht um den Sieg mitfahren. Die Elite strampelt den 5,3 Kilometer langen Rundkurs 16 Mal (84,8 Kilometer), die Amateure absolvieren 14 Runden (74,2 Kilometer).

Sach- und Geldpreise im Wert von 5000 Euro

Dass die Anmeldezahlen so hoch liegen, dürfte mehrere Gründe haben. „Wir haben sehr viel Werbung gemacht. Dieses Marketing machen andere Rennveranstalter gar nicht“, erklärt Altefrohne und listet weiter auf: „Es ist eins der letzten Straßenrennen dieser Saison in ganz Deutschland, die Runde ist mit gut fünf Kilometern groß und die Wettervorhersagen sind sehr gut. Und wir haben ein hohes Preisgeld.“ Das beläuft sich inklusive Sachspenden auf insgesamt 5000 Euro. In jedem Rennen gibt es etwas zu gewinnen. In der Elite-Klasse schüttet der TV Friesen 1650 Euro unter den besten 20 Fahrern aus, bei den Amateuren 1100 Euro und bei den Frauen 300 Euro unter den besten sieben.

Altefrohne besitzt die Elite-Lizenz und will am Sonntagnachmittag auch selbst im Sattel sitzen – wenn es sich zeitlich machen lässt. Sieben Friesen gehören zum harten Organisationskern, mehr als 80 Helfer sind im Einsatz.

Altefrohne denkt nicht an seinen eigenen Start, sondern an die Organisation dieser Rennpremiere, wenn er sagt: „Ich habe zwar keine Bauchschmerzen, aber so langsam werde ich richtig nervös. Wir alle können den Tag kaum erwarten.“ Ob ein Blick in die Meldeliste die Nerven beruhigt, ist angesichts steigender Teilnehmerzahlen fraglich. Anmeldungen sind auch spontan noch möglich bis kurz vor dem jeweiligen Start – ohne Nachmeldegebühr.

Keine Auflagen für Zuschauer

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