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Fußball: Regionalliga

Holldack und Ivan treffen doppelt und bitten zum RW-Freudentanz am Tivoli

Aachen/Ahlen

Einer kurzweiliges und vergnüglichen Rückfahrt stand nichts im Wege. Getreu dem Motto „doppelt treffen hält besser“ schossen Jan Holldack und Andreas Ivan mit zwei Doppelpacks Rot-Weiß Ahlen zu einem verdienten 4:1-Erfolg bei Alemannia Aachen. Das war schon ein Freudentänzchen wert.

Von Uwe Niemeyer

Doppeltorschützen unter sich: Andreas Ivan und Jan Holldack (r.) wagten schon nach der 1:0-Führung ein erstes Freudentänzchen. Die beiden und die Rot-Weißen hatten nach 90 Minuten allen Grund zu einer ausgelassenen Fortsetzung.. Foto: Marc Kreisel

Die ungewohnte Kulisse lähmte nicht. Ganz im Gegenteil. Rot-Weiß Ahlen gefiel die Bühne am Tivoli und wagte vor 4900 Zuschauern ein Freudentänzchen. Erst nach dem 2:1 noch verhalten, nach dem 3:1 und 4:1 dann aber ausgelassen. Zwei Doppelpacks von Jan Holldack und Andreas Ivan hatten schließlich für den 4:1 (1:1)-Auswärtssieg bei Alemannia Aachen gesorgt. Den zweiten Dreier des Fußball-Regionalligisten in der Fremde.

Spätestens nach dem 3:1 (75.) von Jan Holldack, der auch schon für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gesorgt hatte, zweifelte niemand mehr an dem dritten Saisonsieg. Der so ganz nebenbei auch den Beleg dafür lieferte, dass das 2:6 im letzten Heimspiel keine Nachwirkungen hinterlassen hatte. Die gute Vorstellung zeigte bei den Gastgebern schon Wirkung. Bereits nach 66 Minuten hatte Alemannia-Trainer Patrick Helmes viermal gewechselt – und alles versucht. Kollege Andreas Zimmermann schien derweil zufrieden, wechselte erst in Minute 86 das erste Mal.

Früher Rückstand bleibt ohne Nebenwirkungen

Es war ein munteres Spielchen. Schon im ersten Durchgang. Und es hielt sich nicht mit einem Vorgeplänkel auf. Vielmehr ging es nach sechs Minuten munter los, Denn als die Rot-Weißen mal wieder einen Eckstoß nicht geklärt bekamen – es erinnerte stark an die beiden Gegentore in Wiedenbrück – war Tim Buchheister zur Stelle.

Jan Holldack gleicht vom Punkt aus

Wirkung zeigte das 0:1 bei den Gästen allerdings nicht. Denn postwendend (7.) gaben die fast die perfekte Antwort. Doch Alemannia-Torhüter Joshua Mroß parierte den strammen Schuss von Gianluca Marzullo aus spitzem Winkel. Drei Minuten später war sein gegenüber Daniel Szczepanciewicz, der für den verletzten Martin Velichkov im Tor stand, gefordert. Die Eins-gegen-eins-Situation gegen Torschütze Buchheister entschied der RW-Torhüter für sich. Zuvor hatte Oktay Dal als letzter Mann den Ball verstolpert.

Möglichkeiten auf beiden Seiten wechselten sich in der Folgezeit nahezu regelmäßig ab. In Minute 28 wurden die Ahlener Bemühungen belohnt. Nach dem Franko Uzelac Daniel Mamutovic zu Fall brachte – der Aachener Kapitän hatte den Ahlener Angreifer bei einem Klärungsversuch nicht gesehen – zeigte der Unparteiische auf den Punkt. Den Foulelfmeter ließ sich Jan Holldack nicht entgehen, verwandelte zum Ausgleich.

Mroß verhindert RW-Führung mit dem Pausenpfiff

Und fast wären die Ahlener sogar mit einer Führung in die Kabine gegangen. Denn quasi mit dem Pausenpfiff bot sich den Gästen eine Mega-Chance. Marzullo war durch, passte nach innen zu Holldack, doch der scheiterte am überragend reagierenden Mroß.

Andreas Ivan trifft trocken zum 2:1 - und setzt auch den Schlusspunkt

Drei Minuten nach dem Wiederbeginn war der Aachener Schlussmann dann aber machtlos, als Andreas Ivan nach einer kurzen Dribbelbewegung trocken abzog – und traf. Was auch Daniel Mamutovic in Minute 74 tat. Doch bei der Verwertung einer Marzullo-Flanke stand er wohl im Abseits. Die Freude über die vermeintliche Vorentscheidung verstummte rasch. Flackerte aber nur 60 Sekunden später ebenso schnell wieder auf, als Jan Holldack vollendete.

Doch der sollte nicht der einzige Doppelpacker im roten Dress bleiben. Denn Andreas Ivan (88.) legte mit seinem zweiten Treffer auch noch nach – und bat endgültig zum Tanz am Tivoli.

RWA: Szczepankiewicz – Francis, Dal, Kahlert, Eickhoff (86. Ioannidis) – Wiesweg, Twardzik – Ivan, Holldack, Mamutovic – Marzullo (88. Mai)

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