1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Hüweler soll‘s machen

  6. >

Fußball: Nachfolger für Hans-Dieter Schnippe scheint gefunden

Hüweler soll‘s machen

Kreis Steinfurt

Das altersbedingte Ausscheiden einiger Mitglieder des Vorstandes des Fußballkreises Steinfurt im nächsten Jahr stellte den amtierenden Vorsitzenden Hans-Dieter Schnippe lange Zeit vor ein Problem. Dieses ist mittlerweile offensichtlich gelöst, denn Schnippe hat einen Nachfolger gefunden.

Von Dirk Möllers

Heinz-Gerhard Hüweler ist aktuell noch Jugendobmann im Fußballkreis Steinfurt, soll aber bei der nächsten Wahl im April 2022 das Amt des Vorsitzenden von Hans-Dieter Schnippe übernehmen. Foto: Marc Brenzel

Nicht in seinen kühnsten Träumen hätte sich Hans-Dieter Schnippe im April 1989 vorstellen können, 33 Jahre lang das Amt des Fußball-Kreisvorsitzenden auszuüben. Dass es dann im kommenden Frühjahr tatsächlich über drei Jahrzehnte sein werden, verdankt der Rheinenser nicht nur einer stabilen Gesundheit, sondern auch der Motivation am Funktionärswesen: „Damals hatte ich nie und nimmer gedacht, dass es so eine lange Zeit werden würde. Aber es macht mir eben immer noch Spaß.“

Beim Kreistag 2022 darf der 79-Jährige aus Altersgründen nicht mehr kandidieren und kümmert sich seit über einem Jahr um die Suche nach einem Nachfolger. Mit Erfolg: Heinz-Gerhard Hüweler soll dem Rheinenser auf dem Posten als Kreisvorsitzender im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) nachfolgen. „Ich werde ihn dem Kreistag im nächsten Frühjahr vorschlagen“, holte sich Schnippe am vergangenen Freitag die Rückendeckung vom übrigen Kreisvorstand und den Staffelleitern. Für den freien Postendes Kreisjugendobmanns ist Hüwelers Stellvertreter Tim Vallandi (SC Reckenfeld) vorgesehen. Als Hüwelers Stellvertreter soll Kreisschiedsrichterobmann Jürgen Lütkehaus kandidieren.

Das Treffen beim SC Altenrheine stand im Zeichen der personellen Weichenstellung dieses Gremiums, aus dem neben Schnippe auch Jörg Brandhorst als sein Stellvertreter und Staffelleiter der Kreisligen B ausscheiden wird. Frisches Blut ist also erforderlich, und auch in dieser Hinsicht war Schnippe erfolgreich: Mit Manfred Wietkamp wird der langjährige Geschäftsführer Frauenfußball bei Arminia Ibbenbüren für den Kreisvorstand kandidieren. „Er hat im vergangenen Jahr bei Arminia aufgehört. Als ich dies über Umwege erfuhr, habe ich bei ihm um eine Mitarbeit angefragt“, schätzt Schnippe dessen Expertise von diversen Staffeltagen. „Außerdem kenne ich ihn als ehemaligen Mitarbeiter der Stadt Rheine.“ Welche Aufgabe Wietkamp übernehmen soll, ist noch offen. Schnippe: „Ich könnte mir vorstellen, dass mein Nachfolger da einige Ideen hat. Dem will ich nicht vorgreifen.“

Der 65-jährige Hüweler ist mit der Vereins- und Verbandsarbeit bis ins kleinste Detail vertraut. Nicht nur aufgrund seiner Arbeit als Kreisjugendobmann, auch für seinen Heimatverein Vorwärts Wettringen ist der gelernte Sozialversicherungsfachangestellte an verschiedenen Fronten aktiv gewesen. Aktuell vertritt er den FC Vorwärts als stellvertretender Jugendobmann und Abteilungsleiter Spielbetrieb (A- und B-Junioren).

„Ich bin ja immer Funktionär gewesen. Da habe ich zugesagt, als Herr Schnippe an mich herantrat, nachdem ich es mit meiner Frau besprochen hatte“, fühlte sich Hüweler durchaus geehrt, weiß aber auch: „Das Amt ist ein bisschen zeitaufwändig.“ Seinen designierten Nachfolger sieht Schnippe für das Amt bestens geeignet: „Er kann sich nicht nur in Vereinsbelange reindenken, sondern kennt auch den Verwaltungsbereich.“

Auch Jörg Brandhorst kann sich mit der Personalie anfreunden: „Die Wahl dürfte kein Problem sein. Der gute Mann ist bekannt und lange im Kreis tätig.“ Der Vorsitzende des SC Altenrheine empfing die Runde am Freitagabend im Vereinsheim am Schürweg und hielt den Inhalt als Protokollführer fest.

Ohne seinen „Chef“ Schnippe vorzugreifen, stellte Brandhorst in Bezug auf die Nachfolgeregelung fest: „Die Kuh ist vom Eis. Alle waren mit dieser Lösung einverstanden.“ Auch für Brandhorst tickt als Funktionär die Uhr. Der 73-Jährige legte sich ebenfalls fest, nicht mehr als Staffelleiter zu kandidieren. Wer ihm nachfolgen wird, ist unklar, wobei Wilfried Helmer (Staffelleiter der Kreisligen C) eine Möglichkeit wäre.

Schon weit über die Altersgrenze von 75 Jahren hinaus ist Gerhard Rühlow. Der Kreisfußballobmann zählt stolze 86 Lebensjahre und wird weit über die Kreisgrenzen hinaus wegen seiner Fachkenntnis und Erfahrung geschätzt. Gleichzeitig kümmert sich der Burgsteinfurter mit großer Sorgfalt als Staffelleiter um die Kreisliga A sowie die Bezirksliga 12 und Landesliga 4.

„Über die Arbeit von Gerd Rühlow brauchen wir nicht zu reden, er wird seine Kreisliga A weitermachen und auch die Pokalspielleitung behalten“, legt sich Schnippe in Abstimmung mit Hüweler fest. Zwar könne Rühlow aus Altersgründen nicht mehr als Fußballobmann wiedergewählt werden, „aber alle wollen, dass er seine bewährte Arbeit weitermacht.“ Die Lösung laut Schnippe: „Ich könnte dem Kreistag vorschlagen, dass wir das Amt des Fußballobmannes nicht wählen lassen, wenn wir keinen Geeigneten finden. Der neue Vorstand lässt ihn dieses Amt dann kommissarisch weiterführen.“

Mit Schnippe begann damals auch die Amtszeit von Hermann Schlepers als Vorsitzendem der Kreisspruchkammer (heute Kreis-Sportgericht). Bis 2019 entschied der heute 93-Jährige über Strafen nach schwerwiegenderen Regelverstößen, ehe ihn Bernhard Grotholt vor zwei Jahren ablöste.

Mit Grotholt werden mittelfristig Jürgen Kockmann und Eberhard Brunsch aus dem Kreis-Sportgericht ausscheiden und durch jüngere Nachfolger ersetzt – wenn diese sich finden lassen. „Der Verband beabsichtigt, das Jugend- und Seniorensportgericht zu vereinen“, kündigt Schnippe auch hier Reformen an. Dietmar Kaiser, mit Christoph Arning ebenfalls in dem Gremium vertreten, sollen aber weitermachen.

Startseite