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Niederlande nach dem 2:0 über Österreich auf dem Weg nach Budapest

Immer wieder Dumfries und auch mal Depay

Amsterdam

Die Niederlande sind durch. In Amsterdam gewann Oranje gegen Österreich mit 2:0 und darf fürs Achtelfinale planen. Erneut war Denzel Dumfries der entscheidende Mann. Erst holte er einen Elfmeter heraus, dann markierte er die Entscheidung.

Von Alexander Heflik

Torschütze Memphis Depay (links) traf zur Führung für die Niederländer gegen Österreich. Foto: mago/Pro Shots

Die Niederlande sind weiter, die Niederlande sind auf dem besten Weg, in der Gruppe C Erster zu werden. Es läuft bei Oranje und hinter dem Polder. Das 2:0 (1:0) über Österreich macht den Weg frei nach Budapest, wo der Erstplatzierte der Gruppe C am Sonntag, 27. Juni, antreten wird. Die dritte Partie gegen Nordmazedonien dürfte ein Schaulaufen werden, während für Österreich und die Ukraine im direkten Vergleich noch vieles möglich ist. So abgeklärt wie das Team von Coach Frank de Boer die Aufgabe in der Cruyff-Arena klärte durch Treffer von Memphis Depay (11./Foulelfmeter) und Denzel Dumfries (67.), gehört die „Elftal“ spätestens jetzt zumindest zu den Geheimfavoriten auf den Titel.

Marko Arnautovic betrat auch den Rasen um 19.48 Uhr, über eine Stunde vor Spielbeginn – er war Tribünengast. Die Uefa ließ es sich genau in diesem Moment nicht nehmen, eine Erklärung gegen Rassismus und für die Einhaltung von Werten zu verlesen. Arnautovic, der österreichische Nationalspieler mit serbischen Wurzeln, war für die Beleidigung gegen den Nordmazedonier Ezgjan Alioski, die homophoben, frauen- und auch fremdenfeindlichen Inhalts war, für eine Partie gesperrt worden.

Sein Freund David Alaba übernahm somit die alleinige Chefrolle bei Österreich. Vielleicht war das etwas viel für ihn, der von Bayern München zu Real Madrid wechselt. Das 0:1 ging auf seine Kappe, als er Dumfries im letzten Eck des Strafraumes auf den Fuß trat. Schiedsrichter Orel Grinfeeld aus Israel schaute sich auf Zuruf die Szene an und entschied auf Foulelfmeter. Depay, Hollands Nummer zehn, ließ sich diese Chance nicht entgehen. Und Alaba war auch dabei, als Depay die nächste Riesenchance für die Niederlande hatte, aber nur das Außennetz traf.

Ohne Arnautovic war nichts los mit der österreichischen Offensive. Chancen bis zur Pause? Keine, außer vielleicht der Schussversuch von Hoffenheims Christoph Baumgartner, der Hollands Abwehrchef Matthijs de Ligt wohl Kopfschmerzen bereiten wird. Nur war das zu wenig von der Austria-Auswahl, die die Partie mit neun Bundesliga-Profis begann. Die Gastgeber hielten Österreich nur deshalb in der Begegnung, weil Depay und Georginio Wijnaldum das 2:0 verpassten.

Tatsächlich ließ Oranje die Alpenkicker bis zur 67. Minute noch zappeln, ehe Eindhovener Teamwork das 2:0 bewerkstelligte. Der gerade erst eingewechselte Donyell Malen hatte freie Bahn, sein Querpass wurde von Dumfries frei vor dem Tor verwertet. Schon wieder Dumfries, der Kapitän von PSV, er hatte gegen die Ukraine des späte 3:2 geköpft. Nun klärte er die Dinge gegen Österreich. Und verhalf damit Randy Gravenberch (74.) zum EM-Debüt.

Randy wer? Ein erst 19 Jahre alter Mittelfeldspieler aus der Ajax-Talentschmiede. Man sollte sich den Namen merken. Was die Szene sonst noch sagte: Die Niederlande waren sich da schon total sicher, dass diese Partie gewonnen wird.

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