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Fußball: Bezirksliga

Interview mit Wolbecks Trainer Kolja Zeugner: „Die junge Mannschaft macht mir Spaß“

Münster

Nach einer langen Pause steht Kolja Zeugner seit dieser Saison wieder an der Seitenlinie eines Clubs. Mit dem VfL Wolbeck wartet der 35-Jährige in der Bezirskliga noch auf seinen ersten Sieg - nun geht es gegen die SF Ostinghausen.

Von Camillo von Ketteler

Kolja Zeugner übernahm im Sommer in Wolbeck und wartet mit dem VfL noch auf den ersten Sieg in der Bezirksliga Foto: flo

Vor guten vier Jahren verschwand Kolja Zeugner von der Fußballbühne. Im September 2017 trennte der Fußballtrainer sich in gegenseitigem Einvernehmen von seinem damaligen Club Union Lüdinghausen und legte eine lange Pause ein. Nun ist der 35-Jährige zurück und übernahm zur laufenden Saison den Bezirksligisten VfL Wolbeck. So richtig in die Spur gekommen sind die Blau-Weißen allerdings bisher noch nicht: Nach fünf Spielen rangiert Wolbeck auf dem 15. Platz und warten noch immer auf seinen ersten Saisonsieg. Dazu kam am Donnerstag das Kreispokal-Aus bei A-Ligist SG Selm (1:2).

Sind Sie glücklich, Ihren Sport wieder zu haben?

Zeugner: Ja doch, bin ich. Die junge Mannschaft in Wolbeck macht mir sehr viel Spaß – und sie hat großes Entwicklungspotenzial. Auch wenn es mal Rückschläge gibt, ziehen bei uns immer alle mit.

Sie sprechen die Rückschläge an, Wolbeck ist nach fünf Spielen noch ohne Sieg. Wie bewerten Sie den Saisonauftakt – ein schlechter Start?

Zeugner: Letztendlich ist es sicher nicht ganz so gelaufen, wie wir uns das nach der Vorbereitung vorgestellt haben. Aber wie schon gesagt, Rückschläge sind mit unserer jungen Truppe in gewisser Weise auch einkalkuliert gewesen. Trotzdem würden uns drei Punkte jetzt natürlich langsam mal gut tun.

Woran hat es in den ersten Spielen konkret gefehlt?

Zeugner: Wir müssen es schaffen, die Konzentration über einen längeren Zeitraum hochzuhalten. Fehlpässe abstellen, Zweikämpfe stärker führen, das sind so Dinge, die bei uns noch ein bisschen besser werden müssen. Daran müssen wir arbeiten. Auch Fitness, Power und Qualität spielen da eine Rolle.

Sehen Sie da denn gute Ansätze?

Zeugner: Ja, die sehe ich definitiv.

Zuletzt in Telgte hat Ihre Truppe erst in der Nachspielzeit den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielt. Stärken Erfolgserlebnisse wie dieses Ihre Mannschaft?

Zeugner: Auf jeden Fall, das war ganz wichtig für uns. Wir waren in der zweiten Halbzeit in Telgte drückend überlegen und haben dann mit dem Abpfiff den Ausgleich erzielt. Das tut dann natürlich einfach gut und motiviert für die kommenden Wochen. Daraus können wir viel ziehen.

Nun geht es zu Hause gegen die SF Ostinghausen. Gibt es am Sonntag den ersten Sieg?

Zeugner: Das ist natürlich eine Frage, die ich nicht beantworten kann. Aber wir werden uns wie immer top auf den Gegner einstellen und dann am Ende sehen. Ostinghausen hat eine starke Truppe, die nicht umsonst schon neun Punkte hat. Das wird ein enges und herausforderndes Spiel. In dieser Liga entscheiden oft Kleinigkeiten, die wir, wie gesagt, in Zukunft noch etwas besser machen wollen.

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