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Fußball: Westfalenpokal

Ivan möchte gegen Lotte eine Rechnung begleichen

Ahlen

Der Besuch im Wersestadion lohnt sich. Am Mittwochabend besonders. Nicht nur, weil es im Duell zwischen den Rot-Weißen und Liga-Konkurrent Sportfreunde Lotte um den Einzug in die dritte Runde des Fußball-Westfalenpokals geht. Die Gastgeber haben für die Begegnung die Ticketpreise auf der Haupttribüne gesenkt. Zudem sollen auch die Getränkepreise moderater gestaltet werden.

Von Uwe Gehrmann

Und noch ein Haken geschlagen: Andreas Ivan (r.) ist für RW Ahlen ein Glücksfall und zusammen mit seinem Kumpel Jan Holldack das Duo Infernale in der Ahlener Offensive. Auch am Mittwoch im Westfalenpokal gegen Lotte. Foto: Wegener

Vor zwei Jahren mag er von seiner guten Stube noch auf das Empire State Building geschaut haben. Heute ist es vielleicht der Gebrüder-Kerkmann-Platz. Und Andreas Ivan wird es noch einmal deutlich: RW Ahlen ist einfach nicht wie die Red Bulls New York.

Mitleid muss man mit dem 26-Jährigen aber nicht haben. „Ahlen ist eher wie New Jersey“, vergleicht Ivan seinen neuen Wohnort mit dem ländlichen Bundesstaat südlich der brodelnden US-Metropole. „Da lag auch unser Trainingsgelände. Ich bin von Manhattan dahin umgezogen, weil ich lieber auf dem Platz stehe als im Stau.“

Ist verständlich, wenn man den Neuzugang RW Ahlens auf der offensiven Außenbahn spielen sieht. Dynamisch, immer in Bewegung und nach drei Toren in den ersten vier Spielen immer mit Druck – da kann einen Stillstand schon verrückt machen.

Kontakt lief über Jan Holldack

Und jetzt läuft es wieder flüssig für Andreas Ivan, so scheint es. Nach den zwei Jahren bei den „Bulls“ in der US-Major League und kurzen Engagements bei VfR Aalen und SG Sonnenhof Großaspach scheint der gebürtige Rumäne in Ahlen angekommen. „Ich fühl’ mich richtig wohl hier, die Mannschaft hat mich super aufgenommen“, muss er sich allerdings bei einem besonders bedanken: Jan Holldack. „Der Kontakt ist über ihn gelaufen, das war ausschlaggebend“, sagt Ivan über seinen alten Wegbegleiter. Schon 2017 in Wuppertal und kurz in Aalen haben die beiden gemeinsam das Sturmspiel angekurbelt. „Egal, in welcher Funktion, wir verstehen uns blind“, ist Ivan glücklich, das sich das offensive Duo Infernale an der Werse wiedergefunden hat.

Andreas Ivan

Ob auch heute in der zweiten Westfalenpokal-Runde gegen den Liga-Konkurrenten SF Lotte (19.30 Uhr)? „Keine Ahnung, die letzten Spiele haben schon viel Kraft gekostet“, mischt er sich nicht in den Job von Trainer Andreas Zimmermann. Dass er aber heute auf eigenem Platz antreten will, darüber muss man nicht diskutieren. „Ich bin super ehrgeizig, ich verlange das Maximum von mir“, ist Banksitzen wohl fast so böse wie Staustehen auf der Fifth Avenue.

Und er hat ja noch was gutzumachen: Zwei Riesenchancen verpatzte er beim letzten 1:1 gegen Lippstadts Torwart Balkenhoff. „Da ärgere ich mich noch heute drüber“, sagt er und grinst sich eins: „Da hat der Torwart einfach Glück gehabt.“ Es gibt heute also noch Klärungsbedarf.

RW Ahlen hat – da auch der Vorverkauf schleppend lief – für den Mittwoch die Preise der Platzkarten auf der Haupttribüne auf zehn Euro gesenkt und will sogar die Getränkepreise für das Pokalspiel gegen den Klassenkameraden moderater gestalten.

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