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Fußball: Regionalliga

Jan Holldack fliegt und Kevin Kahlert trifft beim RWA-Remis

Ahlen

Nach dem Spielverlauf und aufgrund der rund 30-minütigen Unterzahl waren sie im Lager von Rot-Weiß Ahlen mit dem 1:1-Remis gegen den FC Wegberg-Beeck einverstanden. Beinahe wichtiger war nach den 90 Minuten der Blick auf das Strafmaß für Rotsünder Jan Holldack.

Von Jörg Staubach

Verdiente Anerkennung: Bennet Eickhoff (v. l.) und Oktay Dal gratulieren dem Torschützen Kevin Kahlert. Foto: Henning Wegener

1:1 nach 0:1-Rückstand und nach einem Feldverweis für Jan Holldack war sie im Lager von RW Ahlen am Ende mit dem Punktgewinn gegen FC Wegberg-Beeck nicht unzufrieden. Nach diesem Spielverlauf bin ich mit diesem einen Punkt doch absolut einverstanden“, konnte sich Trainer Andreas Zimmermann schon kurz nach dem Abpfiff mit dem zuvor Erreichten durchaus anfreunden.

Schließlich habe seine Mannschaft nach Jan Holldacks Platzverweis eine gute halbe Stunde in Unterzahl gespielt. Der Platzverweis selber ginge völlig in Ordnung, so der RWA-Trainer, nur die Sichtweise des Schiedsrichters kritisierte er. „Jan ist nicht von hinten, sondern seitlich eingestiegen. Wir haben uns das gerade in der Aufzeichnung noch einmal angeschaut, und es auch dem Unparteiischen mitgeteilt“, so Zimmermann. Der Unterschied zwischen „von hinten“ und „seitlich“ dürfte sich im Strafmaß ausdrücken. Zimmermann rechnet mit der Entscheidung „seitlich“ und damit gut zwei Wochen Sperre, bei „von hinten“ werden es dann wohl vier.

Ereignisreiche vier Minuten

Eine Stunde lang war das Spiel nur so dahin geplätschert. Torchancen hüben wie drüben waren nur wohlwollend als solche auszumachen gewesen. Dann aber kam die 63. Minute. Wegberg-Beeck zu einer Ecke und völlig überraschend zur Führung. Weil Jan Bach in Fünfmeterraum sträflich alleine gelassen worden war und dankbar zum 0:1 einköpfen konnte. „Das durfte uns nicht passieren, da fehlte völlig die Zuordnung“, ärgerte sich auch Kapitän Kevin Kahlert, fiel dieser Treffer doch nicht nur unnötig, sondern auch völlig aus dem Nichts heraus. Als dann 60 Sekunden später Jan Holldack an den Mittellinie sein (Frust?)-Foul beging und runter musste, befürchtete der RWA-Anhang das Schlimmste. Doch kaum waren weitere zwei Minuten gespielt, da fiel auf der Gegenseite – ebenfalls nach einer Ecke – und ebenfalls durch einen Kopfball das 1:1. Kahlert war mitaufgerückt wie er das immer macht bei solchen Gelegenheiten und machte sein „Ding“.

Zittern bei Eckstößen

Wegbeck-Beeck war in der Folgezeit der erneuten Führung näher als die Gastgeber. Und immer wieder waren es die Ecken der Gäste, die für Hektik im RWA-Strafraum sorgten. Erwähnt seien noch zwei Szenen. In der 80. Minute bewahrte Schlussmann Daniel Szezepankiewicz seine Mannen vor dem Rückstand, als er den Kopfball Fischers mit toller Parade abwehrte. Zwei Minuten vor dem Abpfiff wäre aber auch er wohl machtlos gewesen beim beherzten Schuss von Bach, der zum Glück für Ahlen nur deshalb nicht ins Tor ging, weil Gästespieler Wilms sechs Meter vor der Linie im Wege stand.

RWA-Trainer Andreas Zimmermann

Sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat RW Ahlen nach diesem 16. Spieltag. „Damit können wir doch ganz zufrieden sein“, sieht Trainer Andreas Zimmermann die Lage ganz entspannt. „Einige haben nach den Siegen gegen Aachen und Gladbach wohl geglaubt, dass geht jetzt locker so weiter. Aber auch Mannschaften wie Lotte und Wegberg-Beeck können Fußball spielen.“

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