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Fußball: Regionalliga West

Julian Schauerte geht, aber Marc Lorenz vor Zuschlag beim SC Preußen Münster

Münster

Aktuell muss der SC Preußen Münster wichtige Spieler ziehen lassen. Abgang Nummer zehn ist Julian Schauerte, der Kapitän. Ihn zieht es zurück in die Heimat. Dafür bahnt sich der Transfer mit dem Ur-Münsteraner Marc Lorenz an.

Von Thomas Rellmann

Verlässt den SC Preußen: Stammkraft und Kapitän Julian Schauerte Foto: Jürgen Peperhowe

Die nackten Zahlen aus drei Jahren Preußen Münster sind mehr als beeindruckend. Genau in einem Punktspiel war Julian Schauerte unpässlich – Corona. Ansonsten stand der Routinier in 115 der 116 Ligapartien im Kader, machte 109 Begegnungen von Anfang an, wurde zweimal aus der Not eingewechselt und war ansonsten allenfalls Bankdrücker, damit auch er mal Kräfte sparen konnte. Verletzungen? Sperren? Nie.

Neun Tore und jede Menge Vorlagen sammelte der inzwischen 34-Jährige, der quasi mit seiner Verpflichtung auch die Kapitänsbinde übernahm, auch noch an. Nun verlässt er die Hammer Straße. Schauerte hat in Winterberg ein Haus gebaut. Private Gründe sind es also, die ihn zum Regionalliga-Neuling 1. FC Kaan-Marienborn führen. Der Siegener Stadtteil ist ein bisschen näher an seinem künftigen Wohnort gelegen. Aber natürlich spielen auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle bei der Trennung.

Sportchef Peter Niemeyer, der den Spielführer gern behalten hätte, sagt: „Julian war ein wichtiger Teil der Mannschaft und als Kapitän auch immer ein wichtiger Ansprechpartner für mich.“ Den Schritt Richtung Heimat respektiere der Club.

Damit steht der zehnte Abgang beim Vizemeister fest. Doch es bahnen sich auch positive Entscheidungen an. Mit einer Einigung zwischen SCP und dem Ur-Münsteraner Marc Lorenz (zuletzt Karlsruher SC) ist in dieser Woche zu rechnen. Der 34-Jährige ist für die linke Stelle in der Viererkette vorgesehen, für die rechte Seite soll demnächst auch ein Schauerte-Nachfolger kommen. Ob Robin Ziegele bleibt, ist aktuell die einzige unbeantwortete Frage zum Kader der Vorsaison. Noch vor dem Trainingsstart am Donnerstag wird es hierzu eine Entscheidung geben. Klar ist, dass Münster angesichts von Drittliga-Offerten Außenseiter ist. Niko Koulis, erster Neuzugang und am Freitag präsentiert, ist für Niemeyer übrigens ein „absoluter Kandidat für einen Stammplatz“ in der Innenverteidigung, wo ja auch Ziegele beheimatet ist. Gute Karten, von Beginn an in der Vorbereitung dabei zu sein, haben auch zwei Talente aus den eigenen Reihen: Joel Amadi (U 19) und Kevin Schacht (U 23).

Ausfallen muss vermutlich das Trainingslager. Finanzielle Gründe sind ausschlaggebend – die Hotelkosten sind offenbar explodiert. Vorgesehen war das Camp im Juli in Niedersachsen.

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