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Fußball: Regionalliga

Keine Gnadenfrist - RW Ahlen entlässt Trainer Zimmermann

Ahlen

Jetzt also doch! Vier Tage vor dem nächsten Punktspiel hat RW Ahlen die Reißleine gezogen. Der Verein trennte sich von Trainer Andreas Zimmermann und Co-Trainer Christopher Nilius. Bereits am Freitagabend in Köln soll bereits der neue Coach auf der Bank sitzen.

-uwe-

Keine Gnadenfrist mehr: Andreas Zimmermann wurde am Dienstag bei RWA freigestellt. Foto: Kreisel

So viel hatte er noch vor bei RW Ahlen. Jetzt kann Andreas Zimmermann nur noch eines tun: seinen Spind räumen. Dienstnachmittag Nachmittag hat RW Ahlen seinen Trainer beurlaubt und mit ihm gleich noch den Assistenten Christopher Nilius.

Es kam nicht überraschend und hatte sich längst abgezeichnet. Natürlich ist der sportliche Misserfolg ausschlaggebend: Die letzten drei Niederlagen waren schon die zweite Pleitenserie der Saison. Nach den neun Spielen ohne Sieg zwischen August und Oktober, darunter fünf Verluste in der Meisterschaft und dem Ausscheiden im Westfalenpokal in Erkenschwick (3:5), begann das Projekt Zimmermann bereits gefährlich zu wackeln.

Joachim Krug (Sportlicher Leiter)

„Fußball ist ein Ergebnissport“, sagt Manager Joachim Krug fast schon bedauernd. „Da steht der Vorstand unabhängig von der Person in der Pflicht, ein Zeichen zu setzen.“

In der Pressemitteilung des Vereines heißt es: „Der Verein hat in dieser Saison umfangreiche Investitionen getätigt, um das vom Trainer selbst ausgegebene Saisonziel ‚einstelliger Tabellenplatz‘ zu erreichen. Aktuell ist nicht nur dieses Saisonziel in weiter Ferne, sondern die Mannschaft spielt gegen den Abstieg. Mit dem Trainerwechsel soll ein positiver Impuls gesetzt werden, damit die Mannschaft zumindest das Minimalziel Klassenerhalt schafft.“

Teile der Mannschaft haben das Vertrauen verloren

Erschwerend hinzu kommt, dass viele Spieler der Mannschaft anscheinend das Vertrauen in ihren Trainer verloren haben, der sich zudem jeglichem Rat verschloss, von seinem immer wieder kritisierten Kurs abzuweichen. So hatte Zimmermann, der gestern wiederum nicht erreichbar war, nur noch wenige Fürsprecher im Verein.

Dreijahresvertrag endet nach einem halben Jahr

Man hatte sich mehr versprochen, schließlich hatte der 52-Jährige 20/21 noch den Klassenerhalt geschafft und in der Saison 21/22 einen guten 10. Platz geholt. Ein Grund, dem verdienten, früheren Ahlener Spieler einen Dreijahresvertrag zu geben, der aktuell nur ein halbes Jahr von Dauer war.

Joachim Krug (Sportlicher Leiter)

Am Dienstag wurden bereits Kandidaten für die Nachfolge interviewt. Drei Trainer scheinen in der engeren Auswahl zu stehen, von denen einer bereits am Freitag bei Fortuna Köln die Mannschaft übernehmen wird. „Schade“, sagt Joachim Krug. „Andreas war immer ein Rotweißer und top motiviert.“ Aber manchmal ist auch das eben nicht genug.

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