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Fußball: Westfalenliga

Klarer Sieg mit unrühmlichem Ende für Hiltrup

Münster

Der TuS Hiltrup zeigte gegen das Tabellenschlusslicht Fichte Bielefeld eine konzentrierte und starke Leistung und gewann völlig ungefährdet mit 4:0. Erst nach dem Abpfiff trübte eine Szene den überzeugenden Auftritt.

Von Thomas Austermann

Die Hiltruper Nils Johannknecht (li.) und Montasar Hammami freuen sich über das zwischenzeitliche 1:0 gegen den Tabellenletzten Fichte Bielefeld. Foto: Peter Leßmann

Ein restlos einseitiges Westfalenligaspiel führte der überlegene TuS Hiltrup gegen das Liga-Schlusslicht VfB Fichte Bielefeld und setzte sich auf Kunstrasen mühelos mit 4:0 (1:0) durch. Zu einer schwungvoll-glänzenden Leistung musste sich der Sieger nicht steigern, dafür waren die jetzt zwölfmal bezwungenen Gäste auf etlichen Positionen individuell zu deutlich unterlegen. Was man in einem solchen Spielchen partout nicht braucht, passierte direkt nach Abpfiff.

Es gab Rot gegen Yakup Kilinc nach einem größeren Gerangel. Der vom Platz gestellte TuS-Spieler soll beleidigt worden sein, er soll mit einer Tätlichkeit reagiert haben. Diese völlig überflüssige Szene gab es in einer Partie, die vollkommen fair verlief und keinerlei Nickeligkeiten offenbarte. TuS-Trainer Christian Hebbeler sah den Schlusspunkt höchst ungern, „denn das war doch ein völlig ungefährdeter Sieg von uns. Wir haben das Ganze dominiert und sind nach einer Phase, in der die Präzision fehlte, entschlossen auf weitere Treffer gegangen.“

Hiltrup scheitert zunächst am starkem Gäste-Keeper

In einem 3-5-2-System setzte Hebbeler auf viel Druck über außen und ließ Edgar Krieger rechts sowie Nils Johannknecht links attackieren. Vor den Außenspielen gehörten dem Stürmer-Duo des TuS schnell beste Chancen. Montasar Hammami und Daniel Mladenovic scheiterten an Keeper Timo Wetter, Akil Cömcüs Versuch wurde abgeblockt. „Es muss doch schnell 2:0 stehen für uns“, trauerte Hebbeler den Szenen hinterher.

Der erstmals nominierte Fichte-Keeper Wetter erfuhr direkt vor Spielbeginn von seinem Einsatz. Stammtorwart Matti Kuuse blieb außen vor. Er legte ein nicht der Aktualität entsprechendes PCR-Testresultat vor – um zwei Stunden überschritt das die vorgeschriebene Zeitspanne. Wetter wuchs schneller als gedacht an der Aufgabe und rettete mehrmals bravourös. Machtlos war er erst, als sein Verteidiger Philipp Willmann eine Hammami-Hereingabe ins kurze Eck abfälschte (35.). Noch mehrmals prüften ihn die Hiltruper, die es aber hier und da an Entschlossenheit mangeln ließen.

Klare Kräfteverhältnisse

Direkt nach dem Seitenwechsel legte Cömcü perfekt für den per Kopf treffenden Mladenovic vor (46.), danach tappte der TuS wiederholt ins Abseits. Die Dreier-bzw. Fünfer-Abwehr der Ostwestfalen stand durchaus zusammen, die größeren Probleme hat die nie aufsteckende Elf im Aufbau bzw. im Angriffsspiel. TuS-Keeper Romain Böcker musste sich bei vier Grad und in Ermangelung von Einsätzen anders warm halten. Phasenweise plätscherte das Spiel vor sich hin – die führende Elf wusste um die Kräfteverhältnisse, die andere konnte nichts daran ändern.

Hebbeler nutzte die Chancen zu Wechseln und sah Johannknechts feines Solo, dass der mit gutem Auge per Treffer ins lange Eck abschloss (81.). Und Luca de Angelis lauerte erfolgreich, erwischte einen Fichte-Rückpass auf Torwart Wetter und schob zum 4:0 ein (85.). Außer diesem TuS aus Münster hat nur der aus Marl-Sinsen noch kein einziges Heimspiel verloren.

TuS: Böcker – Gockel, Kisker, Sammerl – Krieger, Golparvari (66. Kilinc), Bezhaev (83. Gaube), Cömcü, Johannknecht – Mladenovic (76. de Angelis), Hammami (76. Hajdini)

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