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Badminton: Final Four

Knapp, aber deutlich – Union Lüdinghausen verliert 1:4

Wipperfürth

Union Lüdinghausen hat den Einzug ins Endspiel um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft verpasst. Der Meister des Jahres 2014 unterlag Gastgeber BC Wipperfeld mit 1:4. Trösten dürfen sich die Nullachter damit, dem Favoriten fast alles abverlangt zu haben.

Von Florian Levenig

Unterlag in fünf Sätzen dem Schweden Felix Burestedt: der Lüdinghauser Max Weißkirchen. Foto: flo

1:4. Klingt nach einer Abreibung. War es aber mitnichten. Die Matchdauer sagt ja schon alles. Als Yvonne Li den letzten Smash des Tages ins Netz hämmerte, da waren Gastgeber 1. BC Wipperfeld und Union Lüdinghausen bereits satte fünf Stunden im Halbfinale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Badminton zugange. Denn: Vier der fünf Begegnungen gingen über die volle Distanz. Mit ein bisschen Glück hätten ebenso gut die Nullachter das Endspiel erreichen können, in dem am Sonntag die Oberbergischen auf Serienmeister BC Bischmisheim (bezwang den TV Refrath mit demselben Ergebnis) trafen.

Begonnen hatte der Samstag mit dem ersten Doppel – und dem einzigen Dreisatzmatch. Mark Lamsfuß, Vizeeuropameister in dieser Disziplin, und der Finne Iikka Heino bezwangen Josche Zurwonne und Ties van der Lecq mit 11:8, 12:10 und 11:8. Wobei die beiden Unionisten keinesfalls enttäuschten, aber in Durchgang zwei beim Stand von 10:7 drei Satzpunkte nicht nutzten und in Abschnitt vier deutlich führten (5:1).

Im Damen-Doppel zwischen Yvonne Li/Linda Efler und Kristin Kuuba/Yao Jie das erste Drama: Die Lüdinghauserinnen begannen schwach, lagen 0:2 hinten, gewannen die beiden Folgesätze – und hatten eigentlich das Momentum, wie man so sagt, auf ihrer Seite. Doch im Entscheidungsdurchgang schlugen Kuuba und Jie zurück (11:7).

Weißkirchen, Mahmoud und Li machen es spannend

Nicht immer hochklassig, dafür spannend bis zum letzten Ballwechsel das anschließende Top-Einzel zwischen dem Deutschen Meister Max Weißkirchen und der schwedischen Nummer eins Felix Burestedt. Hätte man sich ja denken können beim Blick auf die Weltrangliste: Burestedt ist aktuell die Nummer 56, Unionist Weißkirchen 57. im internationalen Ranking. Zu Beginn war es der Lüdinghauser, der die Nase knapp vorn hatte. Mit fortlaufender Spieldauer indes schwanden die Kräfte des 24-Jährigen – und mit ihnen die Hoffnungen der Lüdinghauser, zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte nach 2014 und 2016 ins Finale um die Team-DM einzuziehen.

Beim Stand von 0:3 aufzugeben, kam ihnen dennoch nicht in den Sinn. Aram Mahmoud bog in einem weiteren extrem engen Duell mit Samuel Hsiao einen 1:2-Rückstand um. War da doch noch was möglich? Zumal Li ja leicht favorisiert in das Damen-Einzel gegen die Estin Kuuba ging. Auch die Deutsche Meisterin lag nach drei knappen Durchgängen bäumte sich im vierten Abschnitt (11:4) noch mal auf, musste den fünften aber mit 9:11 abgeben.

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