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Fußball: Zimmermann-Elf empfängt RW Oberhausen

Leise Alarmglocken bei RW Ahlen

Ahlen

Der Vorsprung von RW Ahlen auf die Abstiegszone schmilzt. Nur noch vier Punkte trennen die Mannschaft von Andreas Zimmermann von den gefährlichen Rängen. Die Alarmglocken sind also schon leise zu vernehmen. Und neben den internen Differenzen haben die Rotweißen nun am Samstag um 14 Uhr mit RW Oberhausen auch noch einen dicken Brocken vor der Brust.

Von Uwe Gehrmann

Scharfe Flanke: RW Ahlens Leonardo Marino (l.), heute ebenso verletzt wie Ioannides krank, kommt mit dem Ball am ehemaligen Ahlener und Lippstädter Spieler Paolo Maiella (r.) vorbei. Foto: Wegener

Man kann fast zuschauen, so schnell geht das. Nach dem 2:1 des SC Bonn gegen Fortuna Köln schmilzt der Vorsprung RW Ahlens auf die Abstiegszone zu vier Punkten zusammen. Immer noch mit zwei Spielen weniger, aber die Alarmglocken läuten schon lauter.

Nicht laut genug, um die internen Differenzen zwischen Stroemer, den Fans und Trainer Andreas Zimmermann zu übertönen. Misstöne, die man ausgerechnet jetzt nicht gebrauchen kann. „Hier geht es nicht um mich“, sagt Stroemer. „Ich denke, ich bin mit Zimmermann einig, dass wir zuvörderst den Abstieg vermeiden wollen.“

Oberhausen ist alles andere als Kleinigkeit

Worauf der Geschäftsführer wetten kann. Zimmermann und seine Jungs haben nämlich jetzt erst einmal RW Oberhausen vor der Brust, durchaus keine Kleinigkeit. „Diese personelle Problematik wollen wir intern klären“, verlegt der Trainer deshalb auch alle anderen Diskussionen auf die Nebenplätze des Wersestadions und fertigt nach Priorität ab.

Der Liga-Vierte, der Ahlen im Hinspiel noch mit 4:0 abgeschossen hat, kommt zu seinem fünften Auswärtsspiel in Folge, um zum vierten Mal in Serie auf fremdem Platz zu gewinnen. Schlimm genug.

„Brutale Qualität“, weiß Zimmermann, was da auf RW Ahlen zukommt. „Die spielen gar nicht so super Fußball, haben aber unfassbar abgezockte Einzelspieler.“ Da tat die ungeplante Pause nach dem Ausfall des Essen-Spiels ganz gut. Vor allem auch, um nach dem schwachen Auftritt in Lippstadt Gespräche zu führen und sich neu zu sammeln.

„Jetzt freuen sich wieder alle, ihr wahres Gesicht zu zeigen“, ist Zimmermann überzeugt, dass seine Truppe ganz wild darauf ist, wieder was gutzumachen.

Andreas Ivan soll geschont werden

Müssen sie allerdings wohl ohne Andreas Ivan machen, der mit seinen muskulären Problemen geschont werden soll.

„Da muss nicht, aber da kann was passieren, die Gefahr ist riesig“, sagt Zimmermann. Möglich, dass man so einen extrem wichtigen Unterschiedsspieler in der Schlussphase der Saison eher benötigt als jetzt gegen Oberhausen. Man kennt ja die seltsamen Parameter im tückischen Klassenkampf.

Dafür sind ja heute immerhin Kahlert, Dal und Wiesweg wieder dabei. Übrigens auch Patrick Twardzik, der aber darauf wartet, Papa zu werden. „Am besten aber bitte noch am Freitag“, lacht der Trainer, der den Anruf aus dem Kreißsaal am Samstag gegen 14 Uhr so gar nicht gebrauchen kann. Aber so ist das mit den Prioritäten. Hier Abstiegskampf vor internen Querelen, dort Vaterfreuden vor Abstiegskampf. Verstehen kann man beides.

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