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Badminton: EM

Linda Efler „super happy“ über Silber

Lüdinghausen

Der ganz große Coup in Madrid blieb aus, Gold im Damen-Doppel ging – wie erwartet – an die Titelverteidigerinnen Gabriela und Stefani Stoeva (Bulgarien). Aber auch über den zweiten Platz freute sich Linda Efler (Union Lüdinghausen) riesig.

Von Florian Levenig

Isabel Lohau (v.l.) und Linda Efler mussten bei der Siegerehrung nur Stefani und Gabriela Stoeva den Vortritt lassen. Foto: Claudia Pauli/DBV

Michael Schnaase hatte schon ein bisschen damit gerechnet, dass für Linda Efler und Ties van der Lecq bei der Badminton-EM im spanischen Madrid was drin sei: „Nach der Auslosung war mir klar, dass beide eine Medaille holen können“, meinte der Teammanager des Erstligisten Union Lüdinghausen gegenüber den WN.

Dass es am Ende sogar zwei Mal Edelmetall – Silber für Efler, Bronze für den jungen Niederländer – gab: umso besser. Und: ein historischer Erfolg. Die bis dahin einzige Medaille für die Nullachter bei einer Individual-Europameisterschaft hatte vor acht Jahren, im russischen Kazan, Karin Schnaase gewonnen. Die Tochter des Union-Vorsitzenden war damals Dritte im Einzel geworden.

Emotionale Achterbahnfahrt

Für Efler selbst war es „eine ziemlich verrückte Woche. Vor allem das Halbfinale war eine emotionale Achterbahnfahrt.“ In einem dramatischen Vorschlussrundenmatch hatten sie und die Saarbrückerin Isabel Lohau die an Nummer zwei gesetzte dänische Paarung Maiken Fruergaard/Sara Thygesen knapp mit 2:1 (20:22, 21:15, 22:20) bezwungen.

Trotz der erwartbaren Endspielniederlage – die Bulgarinnen Gabriela und Stefani Stoeva sind seit Jahren die unumstrittene Nummer eins auf dem Kontinent – war die Noch-Lüdinghauserin, die im Sommer zum 08-Bundesliga-Konkurrenten 1. BC Bischmisheim wechselt, „super happy. Das Ziel war eine Medaille, und jetzt haben wir sogar im Finale gestanden.“

Zum Endspiel selbst, das die Stoeva-Schwestern relativ deutlich mit 2:0 (21:14, 21:10) gewannen, meinte die gebürtige Emsdettenerin: „Die Bulgarinnen waren einfach besser, das war vielleicht noch ein Level zu hoch für uns.“

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