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Fußball: Regionalliga

Lob für Marzullo, aber Hecker und Kahlert im Pech

Aheln/Münster

Gianluca Marzullo entwickelt sich bei RW Ahlen zur Allzweckwaffe. Eigentlich ein Mann für dei Offensive, optimaler Weise für dei Tore, gefiel er in Münster auf einer völlig neuen Position. Marzullo löste das so gut, dass es Extralob vom Trainer gab. Der Gelobte dachte aber vielmehr an einen verletzten Kollegen.

-js-

Schreckmoment:

Gianluca Marzullo war nach dem Abpfiff „platt“. Die Folgen der Corona-Erkrankung waren logischerweise noch immer zu spüren. „Ich habe schon gezeigt, dass ich gerne raus will“, erklärte der normalerweise als Stürmer Auflaufende nach der Partie: „Das ging aber nicht.“

Weil Trainer Andreas Zimmermann nicht auf ihn verzichten wollte, verzichten konnte: „Gianni hat ein Superspiel gemacht auf der Sechs, Kompliment“, verteilte „Zimbo“ gerne ein Extralob. Der eigentlich auf dieser Position gesetzte Patrik Twartzik hatte passen müssen, Marzullo den Auftrag bekommen. Wahrscheinlich wird er auch morgen im Nachholspiel bei Fortuna Düsseldorf die Rolle übernehmen müssen.

RWA-Trainer Andreas Zimmermann gefiel Marzullo in der Twardzik-Rolle

Ahlen habe „gegen Münster wenig zugelassen, nach vorne aber noch weniger zustande gebracht, und nie den richtigen Zugriff aufs Spiel bekommen haben“, wie es Marzullo formuliert.

Hecker und Kahlert fallen aus

Und ist dann schnell wieder beim Kollegen Rene Hecker: „Mensch, der Junge tut mir so leid. Ich kenne ihn ja schon lange. Schon wieder diese Verletzung“, sagt Marzullo und meint die immer wieder Probleme machende Schulter Heckers. Dreimal schon ist die operiert worden. Auf Kevin Kahlert wird RWA indes verzichten müssen. Der Kapitän musste nicht nur verletzt vom Platz, er holte sich vielmehr die fünfte Gelbe Karte ab und wird einmal pausieren dürfen, was die Sache am Rhein nicht leichter machen wird.

Ein wenig, na ja ein klein wenig, neidisch zeigte sich „Zimbo“ dann doch beim Blick auf die Preußen-Möglichkeiten von der Bank. „Das ist schon eine andere Qualität“, sagt er – und ist dann doch stolz auf seine Jungs, „das sind schließlich zu drei Vierteln U23-Spieler“.

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