1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Lokalsport
  6. >
  7. Gievenbecks Michael Fromme: „... das wäre ein schönes Ende“

  8. >

Fußball: Westfalenliga

Gievenbecks Michael Fromme: „... das wäre ein schönes Ende“

Münster

Am Sonntag empfängt der 1. FC Gievenbeck den FC Preußen Espelkamp. Der Verdacht liegt nahe, dass Michael Fromme auch hier wieder als Joker zum Zug kommen wird. Im Interview spricht der 36-Jährige über seine Rolle in der Mannschaft, über den Herbst seiner Karriere und über – eben – Espelkamp.

Von Niklas Groß

Auch mit 36 Jahren noch „topfit“: Michael Fromme (Mitte), der dem FCG aktuell als Joker hilft. Foto: Wilfried Hiegemann

Der 1. FC Gievenbeck führt die Westfalenliga trotz Ergebnisdelle an. Routinier Michael Fromme beobachtet das Treiben meist von der Bank aus. Doch der 36-Jährige, der noch mal ein Jahr drangehangen hat, besitzt reichlich Erfahrung und kennt Situationen wie diese.

Sie sind in der Regel Ersatzspieler beim FCG. Sind Sie mit bis dato zwei Saisontoren zufrieden?

Fromme: Ich hätte ein paar mehr Treffer machen können. Aber in Anbetracht der Tatsache, dass ich meistens als Joker komme, bin ich ganz zufrieden.

Wie interpretieren Sie die Zeit auf der Bank? Greifen Sie viel von außen ein?

Fromme: Ich war noch nie so der Lautsprecher. Vielleicht bringe ich mal einen lustigen Spruch unter Ersatzspielern. Aber ins Spiel einmischen ... dafür haben wir genug Trainer.

Was können Sie dem Team in der begrenzten Zeit auf dem Spielfeld geben?

Fromme: Ich weiß, ich bin nicht mehr der Allerschnellste. Aber in besonderen Momenten, im Eins-gegen-eins, kann ich noch was reißen. Und den Torriecher hab ich auch ab und an noch.

Reicht die Kraft noch für 90 Minuten?

Fromme: Ich bin top-fit, trainiere voll. Im Pokal habe ich auch über die volle Distanz gespielt.

Würden Sie nicht gern mehr spielen?

Fromme: Das wünscht man sich immer. Aber ich stelle die Entscheidung des Trainers nicht infrage. Ich war selten in einem so guten Kader. Und ein 18-Jähriger läuft dann eben doch mal an mir vorbei.

Welche Rolle die Stadtis für Fromme spielen

Wie lange spielen Sie noch?

Fromme: Das steht in den Sternen. Ich würde gern noch mal die Stadtmeisterschaften spielen. Finden sie nicht statt, ist es im Sommer eine 50:50-Entscheidung. Mit Stadtis – und vielleicht dem Aufstieg ... Ich glaube, das wäre ein schönes Ende.

Wie sehr träfe Sie eine Absage der Stadtmeisterschaften, die ja keinesfalls mehr auszuschließen ist?

Fromme: Die hat mich letztes Jahr schon hart getroffen. Da ich davon ausgehe, dass ich nicht mehr so lange auf diesem Level spielen werde, wäre es schon schön, die Stadtis könnten ausgetragen werden. Aber die Gesundheit geht natürlich vor, keine Frage.

Zu Ihrem Team: Der FCG hat nur einen Punkt aus den letzten drei Spielen geholt – woran hapert es nach dem tollen Start?

Fromme: Im Moment fehlt uns die letzte Galligkeit in den Zweikämpfen. Und die letzte Gier, an der Tabellenspitze noch einen Schritt weiter nach vorn zu machen. Das Füreinander auf dem Platz ist uns zuletzt etwas abgegangen.

Wie kann sich das ändern?

Fromme: Nur durch noch härteres Arbeiten. Und dann ziehen wir uns da wieder raus. Es ist sicher gut, dass wir jetzt drei Kracherspiele vor der Brust haben.

Mit Espelkamp kommt am Wochenende der Top-Favorit auf die Meisterschaft – der bisher enttäuschte. Auf was für einen Gegner treffen Sie?

Fromme: Das ist die nominell stärkste Truppe der Liga. Aber es bleibt abzuwarten, ob sie auch als Mannschaft funktionieren. Wir sind froh, dass Espelkamp noch ein paar Punkte weg ist.

Startseite
ANZEIGE