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Fußball: SV Drensteinfurt fiebert dem Vergleich am Sonntag mit Regionalligist Preußen Münster entgegen

1000 Zuschauer dürfen ins Erlfeld

Drensteinfurt

Unter dem Slogan „Aufwärmen fürs EM-Finale“ wirbt der SV Drensteinfurt für das Freundschaftsspiel am Sonntag um 15 Uhr im Erlfeld gegen den traditionsreichen Regionalligisten SC Preußen Münster. Bei etlichen Stewwertern werden dabei Erinnerungen an frühere Vergleiche wach.

Von Matthias Kleineidamund

Packende Szenen und Gedränge am Spielfeldrand: Das – so wie in dieser Szene aus dem Kreispokal-Halbfinale von 2007, als Raphael Peter (r.) Marius Sowislo abgrätscht – wünscht sich der SV Drensteinfurt auch am Sonntag für das Gastspiel des SC Preußen Münster. Foto: Archiv

Fußballfans aus Drensteinfurt sollten sich gleich zwei Termine für den kommenden Sonntag (11. Juli) im Kalender notieren. Bevor um 21 Uhr das EM-Finale zwischen Italien und England beginnt, trifft der SVD am Nachmittag (15 Uhr) in einem für den Bezirksligisten besonderen Testspiel auf den SC Preußen Münster. „Aufwärmen zum EM-Finale“ – mit diesem Slogan wirbt der Stewwerter Verein für das Event zu seinem 111-jährigen Bestehen im Sportzentrum Erlfeld.

Preußen Münster ist zwar „nur“ noch Regionalligist. Doch für Uwe Heinsch, den Sportlichen Leiter der SVD-Fußballabteilung, ist was Anderes wichtiger: „Die Tradition zählt, die Preußen sind Bundesliga-Gründungsmitglied. Der Name Preußen steht für eine gewisse Qualität.“. Vor 70 Jahren war Münster sogar Vizemeister. Besonders sei das Duell mit den Preußen natürlich auch für die Spieler des SVD. „Es hat immer einen Reiz – vor allen Dingen für die jungen Leute, die in der Ersten kicken“, sagt Heinsch und spricht von einem „Erlebnis“ für das Team von Volker Rüsing und Daniel Stratmann.

Heinsch erinnert sich besonders an eine Begegnung. In den 80er Jahren traf er als junger Spieler mit der ersten Mannschaft des SVD im Pokal auf die Preußen. „Das werde ich nie vergessen. An einem Sonntag, knallheiß und viele, viele Zuschauer“, sagt Heinsch. Im Tor der Stewwerter stand Manni Lenz, am Ende stand es 10:1 für die Münsteraner.

Im Mai 2007 kam es im Halbfinale des Kreispokals zum erneuten Aufeinandertreffen. Trainer des SVD, der damals in der Kreisliga A spielte, war Günter Gadau, zu den Preußen gehörten Ansgar Brinkmann und Marco Antwerpen. Wie erwartet setzte sich der damalige Oberligist durch, doch die Drensteinfurter verkauften sich gut. Viele aus der früheren Mannschaft wie Bernd Drepper, Dominik Kunz, Daniel Möllers, Raphael Peter, Tobias Volkmar und André Weißen spielen heute für die Alten Herren II des Vereins.

Die Rahmenbedingungen für die Veranstaltung am 11. Juli stehen. Das Spiel findet unter Berücksichtigung der geltenden Regeln der Coronaschutzverordnung statt, betont Heinsch. „Alle Unterlagen hat unserer Coronabeauftragter Heinz-Dieter Heinrich der Stadt übergeben.“ Der SVD darf bis zu 1000 Zuschauer ins Sportzentrum lassen. Diese bekommen Stehplätze zugewiesen. „Wir müssen verschiedene Zonen einrichten, in denen die Zuschauer Platz finden“, so Heinsch. Die Nachverfolgung geschieht in erster Linie per Luca-App, bei denjenigen, die kein Smartphone besitzen, in Papierform. Im Kassenbereich gilt Maskenpflicht.

Mit wie vielen Zuschauern rechnet der SVD? „Es gibt verschiedene Meinungen. Ich kann mir vorstellen, dass an dem Tag 700 Leute kommen. Das ist realistisch“, sagt Heinsch. Schließlich gebe es auch in Drensteinfurt Preußen-Fans. „Wir haben hier viele Leute, die sich diverse Heimspiele anschauen oder Dauerkarten haben. Du brauchst nur durch Stewwert fahren, dann siehst du, wie viele Kästen mit SCP angemalt sind.“

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