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Handball: Benefizspiel

250 Zuschauer fühlen sich von der Ahlener SG gut unterhalten

Everswinkel

Ergebnisse gab es auch. Wirklich interessiert haben sie nicht. Vielmehr zeigten sich dei 250 Zuschauer in Everswinkel bestens unterhalten. Zudem betrieb die HLZ Ahlener SG Werbung in eigener Sache. Folglich gab es nur zufriedene Gesichter.

Von René Penno

Die Gäste kamen nicht mit leeren Händen. Teammanager Jan Anton (HLZ Ahlener SG) und Trainer Thomas Steinhoff (SC DJK Everswinkel) zeigen ein Trikot, das zu Gunsten der DJK-Nachwuchsarbeit verlost wurde Foto: Penno

Endlich wieder Handball. Die Zeit der Entbehrungen ist vorbei. Handball vor Zuschauern war lange nicht möglich. Dafür gab es am Samstag gleich zwei Spiele in der Kehlbachhalle in Everswinkel zu sehen. Männer-Landesligist SC DJK Everswinkel empfing den Drittligisten HLZ Ahlener SG, die Oberliga-Handballerinnen des DJK SC traten gegen den Liga-Konkurrenten HSV Minden-Nord an.

Das Ergebnis? Spielte keine Rolle, war irrelevant. Vielleicht soviel: Tags zuvor gewannen die Ahlener einen Test beim Oberligisten TuRa Bergkamen mit 39:19. „Das ist sportlich besser zu be-werten“, sagte ASG-Coach Frederik Neuhaus. So war das 39:14 gegen Everswinkel nicht mehr als eine Randbemerkung.

Der Drittligist trat mit seiner kompletten Truppe an und brachte die SC DJK-Sieben von der ersten Minute an ins Schwitzen. Das 1:1 war für die Gastgeber noch drin, dann ging es immer schneller. Meist zu schnell. Dennoch: Der SC DJK versuchte mit seinen Mitteln dagegen zu halten, so gut es ging. Jede gelungene Aktion wurde von den gut besetzten Rängen mit Beifall honoriert. Zum Beispiel, als Thorben Loick-Feidieker einen Pass vom Ahlener Tormann Maurice Behrens abfing, so, als wäre das ganz selbstverständlich. Dies waren freilich Einzelaktionen, aber trugen zu einem munteren Handballspiel bei. „Alle waren heiß auf dieses Spiel“, sagte SC DJK-Trainer Thomas Steinhoff. Und auch wenn der Spaß im Vordergrund stand, ein bisschen probierte auch Steinhoff. Vor allem in der Deckung. Später war es sogar ein kleiner Schlagabtausch, „wir haben versucht, das Tempo hochzuhalten“, so der SC DJK-Coach. „Ich bin stolz auf die Jungs, das haben sie gut gemacht.“

Thomas Steinhoff, Trainer der Everswinkeler Landesliga-Männer

Etwas anders waren die Vorzeichen beim Spiel der Frauen. Die SC DJK traf auf den HSV Minden-Nord und damit auf einen Ligakonkurrenten. 35:27 (16:15) hieß es am Ende. Die Gastgeberinnen sind auf einem guten Weg und konnten ihre langjährigen Teamkolleginnen Juliane Mohr und Vanessa Langkamp mit einem Sieg verabschieden.

Die meiste Zeit lag die SC DJK vorne, der Gast aus Ostwestfalen blieb dran. Erst in der Schlussphase ging ihnen die Puste aus – sie sind erst seit zwei Wochen im Mannschaftstraining. Die beiden DJK-Trainerinnen Franziska Heinz und Manja Görl konnten ihrerseits Erkenntnisse gewinnen. „Wir haben gesehen, woran wir noch arbeiten müssen“, sagte Heinz. Das Ergebnis solle man aber auch nicht überbewerten. „Das Spiel war ein gelungener Abschluss des Tages“, so die DJK-Trainerin.

Frederik Neuhaus, Coach des HLZ Ahlener SG, nach dem Benefizspiel

250 Zuschauer wollten wieder Handball in Everswinkel sehen. Und dabei taten sie Gutes: Der Erlös des Tages fließt in die Nachwuchsarbeit der SC DJK-Handballer. „Das war eine schöne Sache für den Verein“, kam Frederik Neuhaus auch deshalb gerne mit dem Drittligisten HLZ Ahlener SG.

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