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Fußball: Kreisliga A

Ahlener Michael Tenbrink folgt bei Fortuna Walstedde auf Eddy Chart

Walstedde/Ahlen

Fortuna Walstedde ist fündig geworden. Bei der Suche nach einem Nachfolger von Eddy Chart musste der A-Ligist gar nicht so weit schauen. Den künftigen Trainer ab der Saison 2020/21 fanden die Verantwortlichen in der Nachbarschaft Ahlen. Und einen bekannten Namen trägt er auch.

Uwe Niemeyer

Michael Tenbrink ist der neue Mann auf der Kommandobrücke von Fortuna Walstedde. Zur kommenden Saison übernimmt der 50-Jährige das Traineramt beim Fußball-A-Ligisten von Eddy Chart, der nach fünf Jahren ausscheidet. Tenbrink betreut am Böcken zum ersten Mal eine erste Seniorenmannschaft. Gleichwohl hat der Name etwas Vertrautes.

Tenbrink? – Da war doch etwas. Tatsächlich trägt der gebürtige Ahlener einen in der heimischen Fußballszene klangvollen Namen. Vater Reiner führte in den Hochzeiten des TuS Ahlen in der damaligen höchsten Amateurklasse als „Zehner“ Regie. Mit feinem linken Füßchen. Zudem wagte der Techniker Abstecher zur Beckumer SpV und zur Hammer SpVg. Michaels Onkel Peter ging als Stürmer auf Torejagd und schaffte es im Nachwuchsbereich sowie in der damaligen Amateurauswahl ins DFB-Trikot.

Tenbrink coacht aktuell Sendenhorsts C-Jugend

Doch auch Michael Tenbrink ist kein Unbekannter. Aktuell trainiert er die C-Junioren der SG Sendenhorst, wenngleich er in diesem Jahr und nach seinem eineinhalbjährigen Engagement bei der U19 der Sportfreunde Lotte eigentlich pausieren wollte. Doch in Sendenhorst erinnerten sich die Verantwortlichen an den dreifachen Familienvater, der schon einmal und für eine Saison die SG-Zweite gecoacht hatte. So wie Nachwuchsteams von RW Ahlen und der Hammer SpVg.

Neuer Trainer stellt selbst den Kontakt her

Für seine künftige Aufgabe ergriff er sogar Eigeninitiative. „Aus der Zeitung“, gesteht er, wie er von der Trainersuche bei Fortuna Walstedde erfahren hatte. „Ich habe gelesen, dass dort ein Nachfolger für Eddy gesucht wird. Der Kontakt zum zweiten Vorsitzenden Olaf Lenz war schnell geknüpft.“ Der Rest war wohl Überzeugungsarbeit. „Ich kann mit jungen Menschen. Das passt gut, setzt man bei der Fortuna doch auf den Nachwuchs“, liefert der kommende Trainer Argumente.

Die Jugend liegt Tenbrink am Herzen – nicht nur im Sport

Die beschränken sich nicht nur auf die fußballerische Ebene. 25 Jahre war Michael Tenbrink als Polizeibeamter aktiv, ehe er sich für einen Wechsel entschied. In den letzten sechs Jahren in Uniform brachte er sich als Einsatztrainer mit den Schwerpunkten Kommunikation sowie Stress- und Konfliktbewältigung ein. Was ihn auch weiter beschäftigt, ist er inzwischen doch nun als Coach selbstständig. Ausbildungsbetriebe oder Schulämter können auf ihn zurückgreifen. Die Jugend und ihre Umgangsformen liegen Tenbrink am Herzen. Er möchte sie in die richtigen Bahnen lenken.

Michael Tenbrink packt an, will bewegen – verändern. Auch in Walstedde: „Ich möchte die Gruppe begeistern, es dabei aber nicht zu kompliziert machen. Vielmehr möchte ich mit meinen Ideen überzeugen. Das bei passendem Tempo.“ Erfolge, so ergänzt Tenbrink, mache er nicht an Tabellenplätzen fest. Zumal er den Leistungsstand der A-Liga noch nicht kennt.

Mit der Fortuna hat er sich zunächst auf ein Jahr verständigt. „Das ist auch in meinem Sinne. Was auch für den permanenten Austausch gilt“, gefällt ihm das übliche Prozedere beim Tabellensechsten.

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