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HLZ demontiert den Tabellenführer Wilhelmshavener HV mit 34:28 / Beide Teams legen Protest ein

Ahlens Triumph unter Vorbehalt

Ahlen

Stehende Ovationen, tanzende Spieler und ganz viel Grund zur Freude: Schließlich hat das HLZ Ahlener SG den Tabellenführer Wilhelmshavener HV mit einem 34:28 (14:16)-Sieg demontiert. Der Matchplan von Coach Frederik Neuhaus ging dabei komplett auf. Beide Teams haben allerdings Protest eingelegt.

Von Harald Hübl

Nicht ausbremsen lassen: David Wiencek (l.) im Vorwärtsgang. Foto: Penno

Wenn akribische Vorbereitung, ein guter Plan und eine engagierte Leistung zusammenkommen, dann kann daraus etwas Großes werden. Das haben die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG mit dem 34:28 (14:16)-Sieg gegen den Tabellenführer Wilhelmshavener HV eindrucksvoll gezeigt.

45 Minuten Verspätung

Mit einer bärenstarken Leistung hatte sich die Mannschaft von Trainer Frederik Neuhaus diesen Erfolg redlich verdient. Auf den alle Anwesenden allerdings lange warten mussten, denn das Spiel wurde mit einer 45-minütigen Verspätung wegen abgeänderter Corona-Maßnahmen und sich daraus ergebenden Unklarheiten angepfiffen.

So musste der ungeimpfte WHV-Rechtsaußen Duje Maretic, der nur einen Corona-Schnelltest dabei hatte, im Mannschaftsbus bleiben und durfte nicht auflaufen. Die Gäste spielten unter Protest, die Ahlener legten ebenfalls vorsorglich Protest ein, sodass die Entscheidung über die Wertung des Spiels am grünen Tisch entschieden wird.

Akribische Umsetzung des Matchplans

Trotz der Turbulenzen im Vorfeld ließ sich die HLZ-Mannschaft nicht aus der Ruhe bringen. Sie setzte den vom Trainer ausgegebenen Matchplan über die gesamten 60 Minuten akribisch um.

Die 6:0-Abwehrformation der Ahlener setzte die Angriffsreihe der Norddeutschen von Beginn an unter Druck, so dass diese nicht zu ihrem gewohnt sicheren Spiel fanden. Außerdem stellte die Defensivabteilung die torgefährlichen Außen aufs Abstellgleis. „Die Leistung der Abwehr war ausschlaggebend für den Sieg“, analysierte Neuhaus.

370 Fans in der Friedrich-Ebert-Halle

Bis zum 12:12 (22.) war es eine ausgeglichene Partie, bei der der WHV meist ein oder zwei Tore vorlegte. Auch in der Schlussphase der ersten Halbzeit, als Ahlen mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine ging.

Nach dem Wiederanpfiff drehte die Neuhaus-Sieben den Spieß aber um, glich zum 17:17 (34.) aus und legte ihrerseits vor. Über 19:17 (36.) und 23:20 (40.) setzte sie sich auf 30:26 (56.) ab. Spielmacher David Wiencek übernahm die Spielsteuerung, war mit elf Toren Ahlens bester Angreifer und der Garant für den Sieg. „Er hat seine Rolle super ausgefüllt und sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“, lobte Neuhaus.

Unter den Augen der 370 Fans, die ihre Mannschaft mit stehenden Ovationen feierten, fielen sich die Spieler des HLZ Ahlener SG nach dem Abpfiff um den Hals, tanzten ausgelassen übers Spielfeld und ließen ihrer Freude über den verdienten Erfolg freien Lauf.

Tore-HLZ: Wiencek (11/4), Spiekermann (7), Holtmann, Damm, Hümmecke (je 3), Fleuth, Horn (je 2), Schwalbe, Spannekrebs, Seifert (je 1)

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