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Handball: Damen-Landesliga

Akut aufstiegsgefährdet: Ahlener SG vor Ibbenbüren-Spiel in neuer Situation

Ahlen

Jetzt bloß nicht nervös werden! Durch die überraschende Schwäche des bisherigen Spitzenreiters VfL Sassenberg haben die ASG-Handballerinnen gleichgezogen und könnten nun selbst aufsteigen. Ob die Mannschaft mit dieser Aussicht klarkommt? Darauf ist ihr Trainer selbst gespannt.

Henning Tillmann

Für Laurine Colbatzky und die ASG-Damen ergibt sich die Chance auf den Aufstieg. Erstmal steht aber das Ibbenbüren-Spiel an. Foto: Gummich

Ja, ist das denn die Möglichkeit? Alle Beobachter der Frauen-Landesliga werden sich zuletzt verwundert die Augen gerieben haben. Der 13 Spiele lang verlustpunktfreie Primus VfL Sassenberg hat erst das Spitzenspiel gegen den Verfolger aus Ahlen verloren und dann auch gleich die nächste Partie (23:25) gegen das sieglose Schlusslicht TuS Recke. Ein Paukenschlag.

Landau selbst überrascht von der Aufstiegschance

„Damit hätte ich auch nicht unbedingt gerechnet“, sagt ASG-Coach Uwe Landau mit nahezu größtmöglicher Untertreibung. Denn natürlich war mit so einer Überraschung nicht zu rechnen. Noch weniger als mit dem bisherigen bärenstarken Abschneiden der Ahlerinnen, die nun mit 26:4 Punkten gleichgezogen haben. „Das Aufstiegsrennen ist jetzt wieder in alle Richtungen offen. Wenn mir das einer im September prophezeit hätte, hätte ich es nicht geglaubt“, gesteht Landau. „Ich freu‘ mich aber für die Ladys. Das ist der Lohn für ihre Arbeit.“

ASG-Damen noch nicht gefestigt wie ein Spitzenreiter

In Euphorie will der erst zu Saisonbeginn gekommene Landau dennoch nicht verfallen. „Ich weiß, was da jetzt auf die Mannschaft einprasselt und bin selbst gespannt, wie sie damit umgeht. Ich muss wohl noch mal schauen, mit welchem Weihrauch ich durch die Kabine rennen muss, damit es weiterhin klappt“, sagt er lachend.

„Eigentlich sind wir nicht so gefestigt, wie es die Tabelle vermuten lässt. Da waren viele knappe Dinger dabei. Wenn man so will, war das bisher unsere besondere Qualität: solche Spiele gewonnen zu haben“, analysiert der Trainer nüchtern.

Ob es so weitergeht? Schwer zu sagen. „Natürlich stehen wir jetzt im Rampenlicht. Aber ich habe schon nach dem Sassenberg-Spiel gesagt, wir sollten erst die nächsten drei Partien danach abwarten. Von diesen dreien haben wir gerade mal eines gespielt und nur mit Ach und Krach gewonnen.“

Saison ist schon jetzt ein Erfolg – egal was passiert

Vom möglichen Aufstieg will Landau also noch nicht sprechen, gerne dafür über das schon Erreichte: „Die Situation ist doch toll. Die Saison ist kaum noch kaputtzureden, egal wie sie dann endet. Wir werden jedenfalls bis zum Schluss oben dabei bleiben“, prognostiziert er. Und das sei ein toller Erfolg.

Landau kann sich nun vorstellen, als Trainer zu verlängern

Was wohl auch beim Trainer selbst zu einem Umdenken geführt hat. Ursprünglich wollte er nur für eine Saison bleiben, hat dem Verein auch mögliche Nachfolger genannt. Nun klingt alles danach, als hätte er nichts gegen eine weitere Spielzeit bei der ASG – in der Verbands- oder Landesliga. Ob es dazu kommt, werden vermutlich eher die nächsten Tage als Wochen zeigen.

1. HC Ibbenbüren ist immer für Überraschung gut

Vorher steht aber erstmal der Ligaalltag an. Am morgigen Samstag (17.45 Uhr) geht es für die ASG-Damen zum 1. HC Ibbenbüren, dem Tabellenvorletzten. Der hat jüngst beim Tabellenvierten TuS Ravensberg mit nur einem Tor Unterschied verloren. Landau selbst ist aber ohnehin aus eigener Erfahrung gewarnt genug: „Ich habe schon so vieles in Ibbenbüren erlebt. Die Mannschaft kämpft seit Jahren gegen den Abstieg und weiß damit umzugehen“, warnt er. Sicher fehlen wird auf Ahlener Seite nur Torfrau Marion Buschkötter (Urlaub).

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