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Reiten: Finale des Amateur-Championats

Alina Swonke - erst gezittert, dann gejubelt

Ahlen

Sie hat es wieder getan.: Im Finale des Deutschen Amateur-Championats präsentierte sich Alina Swonke vom RV Ahlen mit ihrer elfjährige Stute Cura-Maja in bestechender Form. Was wie im Vorjahr mit Platz sechs belohnt wurde. Ohne Nervenkitzel ging es aber nicht.

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Ziemlich souverän: Foto: RV Ahlen

Wiederholungen müssen nicht immer langweilig oder gar schlecht sein. Manches Mal bergen sie auch Glücksmomente nach einer zwischenzeitlichen Zitterpartie: Im Finale des Deutschen Amateur-Championats präsentierten sich Alina Swonke vom RV Ahlen und ihre elfjährige Stute Cura-Maja in bestechender Form. In dem anspruchsvollen Parcours gab es keinen einzigen Wackler. Die Siegerrunde beendete das Erfolgspaar mit null Fehlern in 44,13 Sekunden – und Platz fünf unter 31 Startern aus ganz Deutschland.

Wie schon im Vorjahr hatten Cura-Maja und Alina Swonke während der grünen Saison zahlreiche Ranglistenpunkte in Springprüfungen der Klassen M und S gesammelt, so dass sie zu den sechs nominierten Paaren aus Westfalen gehörten. Erneut standen drei Prüfungen der Klasse M in Münster-Handorf auf dem Programm. In der ersten M*-Wertungsprüfung ließen beide es ruhig angehen und erreichten fehlerlos in 58,66 Sekunden den achten Rang. Auch am Samstagnachmittag blieben alle Stangen liegen. Das Ergebnis: Platz 18 in 62,66 Sekunden.

Eine selbstkritische Alina Swonke

„Vielleicht hätte ich ein bisschen mehr auf Tempo reiten können“, sagte Alina Swonke, „aber ich wusste ja, am Sonntag geht es in die entscheidende Runde. Deshalb Kräfte sparen.“ Ihr Motto für die dritte Wertungsprüfung auf M**-Niveau: „No risk, no fun.“ Cura-Maja war schnell unterwegs, nahm die Sprünge souverän.

Nächstes Hindernis: die dreifache Kombination. Alles schien bestens. Aber plötzlich ein Abwurf mit Verzögerung: „Die oberste Stange des mittleren Steilsprungs fiel erst runter, nachdem ich die Kombination schon überwunden hatte.“

Banges Warten auf dem Abreiteplatz

Auf dem Abreiteplatz langes Warten, bis zum Ende des Normalparcours. Die bange Frage: „Reicht es noch für die Siegerrunde? Nach dem letzten Reiter wusste ich dann, dass wir uns qualifiziert hatten“, blickt Swonke zurück, „mir fiel ein Stein vom Herzen, knapper ging es ja nun wirklich nicht.“

Im Finale musste sie als erste Starterin ran – mit einer wiederum imponierenden Vorstellung, diesmal ohne Fehler. Dank des fünften Platzes in der abschließenden Wertungsprüfung erreichten Alina Swonke und Cura-Maja („sie ist einfach einzigartig“) im Gesamtklassement des Deutschen Amateur-Championats den sechsten Rang – und damit das gleiche Resultat wie 2020.

„Das ist einfach großartig, sich zweimal hintereinander so weit vorne bei diesem Wettbewerb zu platzieren“, freute sich Vorsitzender Jochen Dornseifer mit dem springenden Erfolgsduo: „Der gesamte Reitverein Ahlen sagt: herzlichen Glückwunsch, wir sind stolz auf Euch.“

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