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Düsseldorf war personell geschwächten Ahlenern beim 5:0 deutlich überlegen

Angeschlagen und außer Form

Düsseldorf

Entschieden sind Fußballspiele üblicherweise nach 90 Minuten. Dass es auch schneller geht bewies Regionalligist RW Ahlen am Samstag, als es bereits nach 24 Minuten 0:3 bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf stand. Am Ende hieß es dann gar 5:0.

Von Jörg Staubach

Nicht zu halten waren die jungen Fortunen (hier mit Kevin Brechmann, l., Torschütze zum 5:0) von den ersatzgeschwächten Ahlener. Auch Mike Pihl versucht es in dieser Szene vergeblich. Foto: Marc Kreisel

Jannik Borgmann dürfte sich seinen 25. Geburtstag aber mal wirklich so ganz anders vorgestellt haben. Da hatte sich der wegen einer Roten Karte gesperrte Abwehrchef nebst Freundin auf den Weg nach Düsseldorf und sicherlich Hoffnung auf ein Geschenk seiner Mannschaftskollegen in Form mindestens eines Punktgewinns gemacht. Aber was machten die? Statt eines Ständchens gab es einen Tusch – ein 0:5.

Die Mienen der diesmal verhinderten und nur auf der Tribüne sitzenden Ahlener Leistungsträger Borgmann, Jan Holldack und Tobias Reithmeir hatten sich schon früh verfinstert an diesem an sich sonnigen Nachmittag. Denn bereits in den ersten neun Minuten waren schwarze Wolken am Ahlener Fußball-Himmel aufgezogen, war die Truppe von Andreas Zimmermann durch die Treffer von Nicolas Hirschberger (5.) und Robin Bird (9., aus mehr als 30 Metern) schneller auf die Verliererstraße geraten, als man es vielleicht ja sogar erwarten musste.

Großes Verletzungspech

Denn es hatten ja nicht nur die drei aus der Viererkette gefehlt, sondern auch noch die Herren Hüseyin Bulut (Zerrung) und Hakan Sezer (Gürtelrose). Für Kevin Kahlert kam der Startelfeinsatz zu früh, er aber ab der 58. Minute ins Spiel, Cihan Özkara war – da angeschlagen – ebenfalls bis zur 33. Minute und Zimmermanns Doppelwechsel (Özkara und Nico Hecker rein, Gianluca Marzullo und Christian Skoda raus) als Reaktion auf das zuvor Erlebte draußen geblieben. Da stand es aber auch schon 0:3 durch Nico Vukancic (24.) und Ahlen als Verlierer fest.

Startelf umgekrempelt

Nur drei aus der Startelf des Spiels gegen Düren hatten richtig fit zur Verfügung und dann auch auf dem Rasen gestanden, die Aufstellung logischerweise nichts Gutes verheißen. Wenn dann aber auch noch die, die ran dürfen, so einen schlechten Tag erwischen, geht man schnell unter bei der Düsseldorfer U23, die zudem noch mit drei Mann aus dem Zweitliga-Kader verstärkt worden war. „Klar hatten wir viele Ausfälle. Aber es standen elf gegen elf auf dem Platz. Das kann man nicht als Ausrede gelten lassen,“ erklärte „Zimbo“. Dass es aber eng wird und zwickt, wenn der zweite Anzug nun mal gar nicht passt, ist halt auch nicht zu leugnen.

15 Minuten nach der Pause hatte RWA so gespielt, wie es der Trainer vorgegeben hatte, druckvoll, konzentriert, mit Abschlüssen. Zimmermann haderte mit einem wegen Abseits nicht gegebenen Treffer und dem möglichen Elfmeter nach Foul an Dej. „Dann wären wir vielleicht noch mal rangekommen.“ Ja, vielleicht.

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