1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. ASG-Legenden zaubern in der Friedrich-Ebert-Halle

  8. >

Handball: Klassentreffen der alten Helden begeistert Fans und Aktive

ASG-Legenden zaubern in der Friedrich-Ebert-Halle

Ahlen

Was für ein Wiedersehen beim Abschied: Das Legendenspiel in der Friedrich-Ebert-Halle sahen am Freitagabend mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer.

Von Harald Hübl

Eine rappelvolle Halle, stehende Ovationen in Dauerschleife und nur strahlende Gesichter auf und neben der Platte – das passiert nur, wenn Legenden aufeinandertreffen.

Handball-Legenden der Ahlener SG, um genau zu sein. Die alten Kempen waren am Freitag aus ganz Deutschland und sogar aus Tschechien in der Friedrich-Ebert-Halle zusammengekommen, um der Verabschiedung von Mattes Rogowski, Philipp Lemke, Sascha Bertow, Björn und Kevin Wiegers sowie Jannis Fauteck beim Legendenspiel den gebührenden Rahmen zu geben.

Dabei traf das Team Rogowski, Lemke, Bertow auf das Team Wiegers, Wiegers, Fauteck. Beide Mannschaften waren bunt zusammengewürfelt und personell so aufgestockt, dass konditionelle Defizite der routinierten Akteure locker aufgefangen werden konnten. Am Ende trennten sich die ehemaligen Recken – unterstützt von einigen aktuellen Spielern – schiedlich-friedlich 38:38 (17:20). Bevor sich die Zuschauer am Spiel der ehemaligen Größen erfreuten, war erst einmal Geduld gefragt. Mitorganisator Klaus Jäger hatte mit maximal 400 Ahlener Fans gerechnet. „Dass über 1000 in die Halle gekommen sind, ist sensationell“, sagte er.

Auch die Spieler staunten nicht schlecht, als sie aufliefen. Da wurde ihnen mitgeteilt, dass sie sich noch gedulden müssten, damit die Zuschauermassen zum Ort des Geschehens kommen könnten. Erst als die Friedrich-Ebert-Halle fast aus allen Nähten platzte, ging es endlich los.

Immer wieder blitzte die alte Klasse der Akteure auf, auch wenn bei dem ein oder anderen nicht nur die Schläfen grau geworden sind. Heber, Dreher, Pässe hinter dem Rücken und locker eingestreute Kempa-Anspiele gehörten ebenso zum Repertoire der Legenden wie Gegenstöße. Die fielen nicht mehr ganz so spritzig aus wie in früheren Zeiten, doch das tat dem Unterhaltungswert keinen Abbruch. Die Fans quittierten jede Aktion mit Applaus und hatten sichtlich Spaß am bunten Treiben auf dem Spielfeld, genauso wie die Spieler.

Die weiteste Anreise hatte Ex-Torhüter Pavol Niroda. Er war per Flieger aus Prag eingeflogen. „Als Mattes mich gefragt hat, ob ich kommen würde, habe ich sofort zugesagt“, sagte er und strahlte dabei übers ganze Gesicht. „Das ist eine schöne Erinnerung. Auch wenn ich fünf Jahre nicht mehr gespielt habe.“

Unter dem Strich gab es an diesem Freitagabend nur Gewinner. Auf und neben der Platte.

Startseite