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Fußball: Bezirksliga

Auch Ercan Taymaz ist beim SVD ein Thema

Drensteinfurt

Die Ausbeute und die Situation könnte beim SV Drensteinfurt besser sein. Noch aber ist das rettende Ufer in greifbarer Nähe. Daher verfallen die Verantwortlichen um Uwe Heinsch auch nicht in Panik. Und doch macht sich der Sportliche Leiter so seine Gedanken.

Von Uwe Niemeyer

Gibt sich realistisch, aber auch zuversichtlich: Uwe Heinsch, sportlicher Leiter des abstiegsgefährdeten SV Drensteinfurt. Foto: Kleineidam

Der SV Drensteinfurt rangiert nach dem 2:2 bei der Hammer SpVg II weiterhin auf einem Abstiegsplatz in der Fußball-Bezirksliga, konnte die Gastgeber durch einen Dreier am vergangenen Sonntag nicht überflügeln. Nach dem kommenden spielfreien Wochenende muss das aber das Ziel sein, um für einen denkbaren Saisonabbruch und einer möglichen Wertung gerüstet zu sein. Das weiß auch der sportliche Leiter Uwe Heinsch. Und nicht nur das. Bis zum nächsten Spiel am 10. Dezember gegen den SVE Heessen müssen nun aber erst einmal die Akkus aufgeladen und der Kader aufgefüllt werden.

Was sagt es aus, wenn ein 39-Jähriger wie Bernd Drepper in der 75. Minute eingewechselt wird, aushelfen muss?

Uwe Heinsch: Das Berni fit und auf ihn Verlass ist. Tatsächlich wollten wir nicht mit 13 Spielern und somit ohne Alternativen antreten. Denn am Freitag hatte Alex Pankok noch abgewunken und Fabio Bories, den wir aus der U19 hochgezogen haben, handelte sich am Sonntagvormittag bei der A-Jugend in der 90. Minute zu allem Überfluss eine Rote Karte ein.

Ist das 2:2 aus sportlicher Sicht eher ein Stillstand?

Heinsch: Mit Blick auf die personelle Situation sicher kein Fortschritt. Sportlich waren die drei Punkte vor dem Spiel eingeplant, um uns etwas Luft zu verschaffen. So müssen wir nun erst recht an die beiden letzten Spiele des Jahres gegen Heessen und Neubeckum rangehen. Wir wissen ja nicht, ob ein Saisonabbruch kommt. Und bei erreichten 50 Prozent und einer Wertung müssen wir gerüstet sein.

Wie groß ist, ungeachtet eines Abbruchs, die Sorge, dass der SVD absteigt?

Heinsch: Die Sorge ist da und berechtigt, weil wir da unten stehen. Aber wir resignieren nicht. Auf keinen Fall. Die Mannschaft ist da, gibt nicht auf. Das ist eine gute Voraussetzung. Ansonsten ist ja auch wirklich nicht alles negativ. Allein die letzten Spiele haben ja auch einen positiven Trend gezeigt.

Woran hakt es denn besonders, wo sind die Probleme, abgesehen von den derzeitigen Verletzten, groß?

Heinsch: Uns fehlt die Durchschlagskraft in der Offensive, die Fähigkeit, das Tor zu machen. Etwas fehlt vorne, sogar etwas mehr. Aus den wenigen Möglichkeiten machen wir einfach zu wenig. Und aktuell hoffen wir natürlich, dass sich bis zum nächsten Spiel der eine oder andere Spieler zurückmeldet und einsatzbereit ist. Das hatten wir eigentlich schon für den vergangenen Sonntag gehofft, zieht sich aber doch etwas. Da könnte das freie Wochenende helfen.

Gibt es Überlegungen, in der Winterpause personell zu reagieren? Beispielsweise ist Torjäger Ercan Taymaz, der einige Jahre sehr erfolgreich und treffsicher in Stewwert spielte, gerade wieder frei . . .

Heinsch: Mit ihm habe ich tatsächlich auch gesprochen, als ich von der Trennung vom ASK Ahlen gehört hatte. Das ist meine Pflicht und bin ich auch der Situation schuldig. Überhaupt halten wir die Augen nach Verstärkungen natürlich offen. Aber das ist im Winter nicht einfach. Nur etwas zu machen, um etwas zu tun, hilft nicht weiter. Wir würden gerne den zarten Kader üppiger machen. Aber es muss passen. Und welche Spieler sind in der Winterpause überhaupt auf dem Markt? Wenn sie gut wären, wären sie nicht zu haben und in ihren Vereinen gefragt. Vielleicht ein Spieler, der aus einer längeren Verletzung und bei seinem Club nicht mehr wie gewünscht zum Einsatz kommt.

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