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Fußball: Regionalliga West

RW Ahlen: Auf Sprung in die Liga-Schickeria

Ahlen

Das hätte schon historische Ausmaße: Rot-Weiß Ahlen könnte mit einem Sieg gegen die SG Wattenscheid am Samstag auf sieben Zähler aus drei Spielen stellen. Druck macht (sich) Andreas Zimmermann aber keinen.

Von Uwe Gehrmann

Darf er mit mauern? Ahlens Serkan Temin (links) könnte am Samstag gegen die SG Wattenscheid, Tobias Reithmeir, der Gelb-Rot-gesperrt ist, ersetzen. Foto: Henning Wegener

Einer der seltenen Momente, in denen Andreas Zimmermann auch mal was nicht weiß. „Keine Ahnung“, stutzt er. „Woher soll ich das wissen?“

Womit er auch wieder Recht hat. Denn was kümmert es RW Ahlen und seinen Trainer, ob die SG Wattenscheid unter Druck steht oder – falls ja – ob das gut ist für Ahlen? Es läuft auch am Samstag (14 Uhr) sowieso immer nur auf das Eine hinaus: Gewinnen. Und basta!

Fakt ist natürlich, dass der Aufsteiger unter Ahlens Ex-Trainer Christian Britscho nach den beiden 1:4-Niederlagen gegen Preußen Münster und den Wuppertaler SV dringend mal ein Erfolgserlebnis bräuchte. Andererseits haben die Gastgeber im Wersestadion die große Chance auf einen großen Sprung zu sieben Punkten und damit in die Schickeria der Regionalliga. Da juckt das Fell.

„Zimbo“ ganz gelassen

„Da seh ich Wattenscheid aber eher in der Pflicht“, rätselt Zimmermann. „Wir gehen da ganz gelassen rein.“ Aber allein schon die Fantasie, über Wattenscheid ganz nahe bei Schalke oder Oberhausen zu landen, hat seinen Reiz. „Dennoch, alle ruhig bleiben. Uns hat keiner da erwartet, wo wir gerade so früh sind“, nimmt der Trainer etwas das Gas raus, damit die gepriesene Gelassenheit nicht zu Schaden kommt.

Denn die Gäste leiden zwar noch unter einer labilen Abwehr, sind aber gefährlich fix vorn, zudem wird das Umschaltspiel jetzt wieder von Routinier Berkant Canbulut angetrieben, der sein Bleiben erst spät zusagte.

Christian Britscho ist also an alter Wirkungsstätte verhalten optimistisch: „Wir haben in dieser Woche an der Zweikampfführung und Zuteilung gearbeitet – ich hoffe, dass man das am Samstag auch schon erkennen kann“, haben die Sympathien mit dem alten Arbeitgeber für 90 Minuten mal Pause.

Wattenscheids Angriffswelle brandet dann auf eine Ahlener Kette, in der Reithmeir wegen seiner Ampelkarte gegen Fortuna Köln heute frei hat. In Rheine durfte er noch spielen, „weil er Praxis brauchte“ (Zimmermann). Jetzt aber ist doch eine Lücke zu stopfen. „Vielleicht gut, damit wir Wattenscheid überraschen können“, mag Zimmermann auch nicht verraten, wer da mit mauern darf. Serkan Temin oder Patrik Twardzik wären möglich, Leonardo Marino mit einem Bluterguss am Knie eher nicht. Aber das soll jetzt erstmal keinen kratzen, auch, wenn das Fell juckt, wie verrückt.

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