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Handball: HLZ Ahlener SG reist nach Wilhelmshaven

Aufbruch in neue Galaxien

Ahlen

Körperlich wähnt ASG-Coach Frederik Neuhaus Wilhelmshaven in einer etwas besseren Verfassung. Für die Drittliga-Handballer der Ahlener SG aber kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. Der entscheidende Faktor: Tempohandball ohne Hektik.

Von Harald Hübl

Fest anpacken: Dominik Spannekrebs (r.) vom HLZ Ahlen lässt keine Lücke frei. Foto: Wegener

Wenn Freddy Neuhaus den Mannschaftsbus am Samstag entert, dann ist er auf den Spuren von Enterprise-Captain Kirk. Der hatte sich einst mit seiner Mannschaft aufgemacht, um fremde Galaxien zu erobern.

Neuhaus macht’s eine Nummer kleiner, weiß aber auch nicht, was ihn erwartet. Er macht sich mit seinen Drittliga-Handballern am heutigen Samstag auf, dem Gegner in Wilhelmshaven ab 19.30 Uhr auf den Zahn zu fühlen. Wobei Neuhaus nicht den Kurs angibt – wie Kirk im Raumschiff seinem Steuermann Lieutenant Sulu.

„Es wird deutlich intensiver, körperlicher werden.“

Im Bus hat Betreuer Dieter Kühling das Sagen, der findet seinen Weg ohne Ansage in die Wilhelmshavener Nordfrost-Arena. Erst dort ist Neuhaus wieder der Chef und gibt die Richtung der Drittliga-Handballer der Ahlener SG gegen Wilhelmshaven vor.

„Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Minden, das uns da erwarten wird“, erklärt Neuhaus. „Es wird deutlich intensiver, körperlicher werden.“

Die Männer vom Jadebusen setzen eher auf klassische Deckungsformationen wie 6:0 und 5:1. Und auf Körperlichkeit. Darauf hat der ASG-Trainer seine Jungs vorbereitet. „Ich gehe davon aus, dass Wilhelmshaven körperlich schon einen Schritt weiter ist als wir“, sagt Neuhaus. „Wir müssen sehen, wie wir unsere Stärken ausspielen.“

Tempohandball ohne Hektik

Tempohandball kann der entscheidende Faktor für die Wersestädter sein. Dabei gilt es jedoch – bei allem Bestreben, so schnell wie möglich nach vorne zu spielen – nicht in Hektik zu verfallen. Dass die Mannschaft in der Lage ist, sich im Lauf einer Partie auf verschiedene Situationen einzustellen, hat sie beim 31:28-Sieg über den TSV GWD Minden gezeigt. Die Gastgeber aus Wilhelmshaven, die durch Punktabzug wegen wirtschaftlicher Verfehlungen aus der 2. Liga absteigen mussten, haben zum Saisonauftakt mit 32:30 (14:17) beim Aufsteiger TSG Altenhagen-Heepen Bielefeld gewonnen.

Das war gleich zu Beginn ein hartes Stück Arbeit für die Norddeutschen. So liefen die Wilhelmshavener in der ersten Halbzeit stets einem Zwei- bis Drei-Tore-Rückstand hinterher. Am Ende setzten sie sich jedoch durch, denn neben dem gewohnt sicheren Schützen Vedran Delic (10/6) drehte im zweiten Spielabschnitt Sven Eberlein (8) im linken Rückraum mächtig auf.

Punkte sollen in Wilhelmshaven her

„Ich habe mir die Aufzeichnung des Spiels angesehen und weiß, worauf wir achten müssen. Wir fahren nach Wilhelmshaven, um beide Punkte zu holen“, sagt Neuhaus voller Selbstbewusstsein.

Um dieses Ziel zu erreichen, gehen die Ahlener einen neuen Weg. Nach der frühen Anreise wird die Mannschaft Station in einem Hotel machen, um sich auszuruhen und konzentriert auf die schwere Aufgabe vorzubereiten. „Wir werden das mal ausprobieren“, erklärt der ASG-Trainer. „Schaden kann es nicht.“

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