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3. Liga: HLZ spielt 36:36 in Cloppenburg

Ausgleich nach dem Schlusspfiff

Ahlen

Zwei Punkte sollten es beim abstiegsbedrohten TV Cloppenburg werden. Doch daraus wurde für das HLZ Ahlener SG nichts. Am Ende glichen die Gastgeber mit einem Siebenmeter nach dem Abpfiff zum 36:36 (21:17) aus. Daran änderte auch ein überragender David Spiekermann nichts. In den entscheidenden Momenten verließen ihn die Nerven.

Von Harald Hübl

Zwölf Tore waren nicht genug: David Spiekermann (l.) vergab in Cloppenburg zwei Siebenmeter. Und hatte somit trotz starker Leistung großen Anteil daran, dass Ahlen nur einen Punkt holte. Foto: Wegener

Die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG waren zum abstiegsbedrohten TV Cloppenburg gefahren, um sich zwei weitere Punkte zu sichern. Doch in letzter Sekunde machten die Norddeutschen den Gästen einen Strich durch die Rechnung, als sie bereits nach dem Abpfiff noch einen Siebenmeter zum 36:36 (21:17)-Unentschieden verwandelten.

Mit seinen zwölf Toren hätte David Spiekermann der strahlende Garant des Sieges sein können. Doch als es darauf ankam, patzte er gleich zweimal von der Siebenmeterlinie. Und so wurde es nichts mit den beiden Auswärtspunkten. „Wir waren nicht clever genug, den Vorsprung über die Zeit zu bringen“, kritisierte Trainer Frederik Neuhaus.

HLZ ohne Wiencek, Jungeilges und Holtmann

Sein Team musste auf drei Stammkräfte verzichten: Spielmacher David Wiencek, Linkshänder Alexander Jungeilges und Linksaußen Jan Holtmann waren kurzfristig erkrankt. Dafür rückten Marvin Michalczik, Dimitri Stukalin und Fiete Austermann in den Kader.

Die erste Halbzeit war in den ersten 21 Minuten vom Spiel ohne Abwehrreihen geprägt – da stand es bereits 14:15 aus HLZ-Sicht. Doch dann stellte Neuhaus seine Defensiv-Abteilung offensiver ein. Mit Erfolg: Seine Mannschaft setzte den TVC unter Druck und setzte sich mit einem 6:0-Lauf auf 20:15 (26.) ab. In der Schlussphase des ersten Spielabschnitts wurde es turbulent. Michalczik wurde nach einem Foul direkt disqualifiziert. Kurz darauf erhielt Julian Damm zusätzlich noch eine Zeitstrafe. Doch Ahlen ging mit einer 21:17-Führung in die Pause.

TVC bleibt dran – und belohnt sich

Nach dem Wiederanpfiff zeigten die Gastgeber Kampfgeist. Beim 23:24 (40.) waren sie wieder im Spiel, und das blieben sie auch bis zum Abpfiff. Auch wenn der TVC zwischendurch immer wieder mal mit zwei oder drei Toren ins Hintertreffen geriet. Als Cloppenburgs Krysztof Pawlaczyk nach seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste, sahen die Wersestädter schon wie die Sieger aus.

Spiekermann scheiterte zwar das erste Mal per Siebenmeter. Spannekrebs erhöhte anschließend aber zum 34:31. „Da haben wir vergessen, das eine Tor zu machen, das zum Sieg gereicht hätte“, bemängelte Neuhaus. Und dann ging alles ganz schnell. Cloppenburg glich zum 34:34 (58.) aus, Spiekermann scheiterte mit seinem zweiten Strafwurf, traf aber noch einmal aus dem Feld und nach dem Schlusspfiff setzte Cloppenburgs bester Akteur, Ole Harms, mit dem 36:36 per Siebenmeter den aus Ahlener Sicht enttäuschenden Schlusspunkt.

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