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Fußball-Regionalliga: RW Ahlen

Baustelle, wohin man auch schaut

Ahlen

Eigentlich hätte der heutige Vergleich zwischen dem SV Straelen und RW Ahlen beim Schlusslicht der Regionalliga stattfinden sollen. Da in Straelen jedoch eine Großbaustelle die Zufahrtswege blockiert, wurde das Heimrecht kurzerhand getauscht. Und so wird die Begegnung am Freitag (9. September) um 18 Uhr im Wersestadion angepfiffen. Dabei steht einiges auf dem Spiel: Beide Aufgebote sind mit ihrer derzeitigen Situation unzufrieden.

Von Henning Hoheisel

Der Mann mit der Maske: Ahlens Verteidiger Tobias Reithmeir (hinten) geht nach seinem Jochbeinbruch noch auf Nummer sicher. Das hält ihn aber nicht davon ab, im Zweikampf energisch zur Sache zu gehen. Heute spielt er mit RWA gegen den SV Straelen. Foto: Wegener

Eigentlich hätte die Begegnung des achten Regionalliga-Spieltags beim SV Straelen über die Bühne gehen sollen. Doch vor dem Stadion des Clubs von der holländischen Grenze blockiert derzeit eine Großbaustelle die Zufahrtswege, daher wurde das Heimrecht getauscht und das Duell zwischen dem SVS und RWA findet heute Abend (18 Uhr) in Ahlen statt. Wobei es auch dort gerade eine große Baustelle gibt – und zwar eine sportliche.

Seit dem fulminanten 8:0 gegen Wattenscheid Anfang August hat RW Ahlen nicht mehr dreifach gepunktet. Stattdessen: Drei Niederlagen in der Liga sowie eine im Pokal, und auch das 2:2 gegen Bocholt taugte nicht zum Ahlener Stimmungsaufheller. Vor dem achten Spieltag steckt Rot-Weiß in einem Tief – und ausgerechnet jetzt kommt das noch immer punktlose Schlusslicht. Baustelle, wohin man schaut.

Nun könnte der geneigte Beobachter auf die Idee kommen, dass am Wersestadion angesichts der jüngsten Misere jeder Stein einzeln umgedreht wird und An­dreas Zimmermann das halbe Team auf links krempelt, um zurück in die Spur zu finden. Aber nix da: „Wir müssen dranbleiben, genauso auftreten wie gegen Gladbach und an uns glauben. Dann kommen die Punkte von ganz alleine“, stellt der Ahlener Trainer klar. Beim 1:2 gegen die U 23 vom Niederrhein war ja tatsächlich nicht alles schlecht.

Aber eben auch nicht gut genug, um den dritten Saisonsieg einzufahren. „Wir machen unsere Tore. Aber wir müssen die einfachen Gegentreffer vermeiden, dann läuft es von ganz alleine“, denkt Zimmermann gar nicht daran, an seiner Marschrichtung etwas zu ändern. Auch das Selbstbewusstsein seiner Mannschaft sei nach fünf Duellen ohne Erfolgserlebnis nicht sonderlich angeknackst: „Solche Phasen gibt es immer“, betont der Trainer. Und nennt ein Beispiel. „Gegen Fortuna Köln geht ein Distanzschuss von André Dej noch rein, gegen Gladbach wird in der Nachspielzeit der Schuss von Gianluca Marzullo vom starken Torwart noch gehalten.“

Alles nur Schicksal also? Reines Pech? Heute Abend gegen den angeknockten SV Straelen, wo bereits nach fünf Spieltagen Trainer Sunday Oliseh zurückgetreten ist und wo sich zuletzt Ex-Profi Marcel Heller im Training vorgestellt hat, wird es sich zeigen. Der Druck gegen das Schlusslicht ist jedenfalls groß. Wobei auch da Trainer Zimmermann anderer Meinung ist: „Wir müssen positiv bleiben, die Spieler und der Staff sowieso, aber auch das Umfeld.“

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