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Fußball: Kreisliga

Beelener Spieler wird im Testspiel rassistisch beleidigt

Beelen

Diese Äußerung hatte Folgen - und wird weitere nach sich ziehen. Denn die rassistischen Beleidigungen an die Adresse eines afrikanischen Fußballers von BW Beelen führten nicht nur zum vorzeitigen Spielende der Testpartie. Alle beteiligten Parteien signalisieren eine lückenlosen Aufklärung.

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Mohamed Mara (r.), hier im Spiel gegen Sassenberg, wurde in Oesterweg Opfer von rassistischen Beleidigungen. Foto: weg

Zur Pause gingen sie noch in die Kabine, zur zweiten Halbzeit des Testspiels bei der SG Oesterweg erschienen die Fußballer von BW Beelen aber nicht mehr auf dem Feld. Der Grund: Der Spieler Mohamed Mara, der aus Afrika stammt, als Flüchtling nach Deutschland kam und schon viele Jahre für Beelen kickt, soll in der ersten Halbzeit von Zuschauern mehrfach rassistisch beleidigt worden sein.

„Mein Spieler ist in der Kabine auf einmal in Tränen ausgebrochen“, berichtet BW-Trainer Stefan Bruns. „Ich habe das im Spiel gar nicht mitbekommen, wir haben uns dann aber alle gemeinsam entschieden, nicht wieder aufs Feld zu gehen.“ Welche Beleidigungen genau gefallen sind, ist aktuell noch nicht sicher, da sich der 24-Jährige nicht dazu äußern wollte. „Er hat mir gesagt, dass er das alles nicht wiederholen möchte“, so Bruns.

„In der 20. Minute wurde der Spieler aufgefordert, den Ball doch auf die weiße Linie zu legen“, heißt es im Spielbericht zum Abbruch der Partie durch den Schiedsrichter. Die Betonung der Zuschauer lag dabei wohl auf dem Wort „weiß“. Weitere Äußerungen sind bisher nicht bekannt.

„Wir haben mit allen Zuschauern auf der Seite gesprochen“, so SG-Trainer Björn Mittendorf: „Da ist das mit der weißen Linie wohl gefallen, mehr war bisher nicht rauszubekommen.“ Man werde weiterhin alles tun, um mehr zu erfahren.

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