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Handball: 3. Liga

Beim HLZ steht der Spaß wieder auf dem Matchplan

Ahlen

Er war etwas abhanden gekommen. Der Spaß am Spiel. Mit dem Erfolg in Ostwestfalen ist er zurück und ab sofort wieder ein fester Programmpunkt. Eine Geste von Kapitän Hümmecke machte es besonders deutlich.

Von Harald Hübl

: Mit jeder gelungenen Aktion stieg der Spaßfaktor: Das Ahlener HLZ-Team um David Spiekermann hat beim Auswärtssieg in Augustdorf seine Spielfreude wiederentdeckt Foto: Wegener

Ein alter Bekannter war beim Auswärtsspiel der Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG wieder mit dabei: der Spaß. Der wurde zuletzt schmerzlich vermisst und war unter anderem mitverantwortlich für den 38:33-Sieg in Augustdorf. Gegen Minden eine Woche zuvor war es ein spaßbefreiter, wenn auch verdienter Arbeitssieg. Was fehlte, war das Funkeln in den Augen und der Spaß in den Backen.

Den hat die HLZ-Sieben im Lipperland wiedergefunden. Bezeichnend war eine kleine Geste mit großer Wirkung. Bei der Rückkehr aus der Halbzeit joggte Kapitän Ferdi Hümmecke zwischen den vor ihm gehenden David Spiekermann und Dominik Spannekrebs hindurch und gab jedem einen aufmunternden Klaps.

Spaßfaktor steigt mit jeder gelungenen Aktion

„Das ist mein Job als Kapitän“, sagt der 31-jährige Kreisläufer. „Ich wollte bei dem Zwei-Tore-Rückstand die Jungs aufmuntern. Wir können doch mehr als wir bisher gezeigt haben.“ Es war nur eine kleine Geste, doch die zeigte Wirkung, denn Hümmecke hauchte auch den anderen Mannschaftskollegen das nötige Selbstbewusstsein ein. Der Spaß kam dann ganz von allein. Alle im Ahlener Dress wollten den Sieg. Und mit jeder gelungenen Aktion stieg der Spaßfaktor, das war nicht zu übersehen.

HLZ-Kapitän Ferdi Hümmecke

Auf der Gegenseite wanderten die Mundwinkel mit zunehmender Spielzeit nach unten. Das war ganz im Sinne der Wersestädter. „Wir haben uns die ganze Woche vorgenommen, zu zeigen, dass in der Mannschaft mehr steckt, als wir zuletzt gezeigt haben“, betont der HLZ-Kapitän. Hümmecke fügt außerdem hinzu: „Wir hatten uns auf die Fahnen geschrieben, den Spaß am Handball wieder zu zeigen. Das ist uns in der zweiten Halbzeit gelungen.“

Einen erheblichen Anteil an dem Erfolg hatte der 31-Jährige, der die Abwehr organisiert und vorne mit seinem Körper Räume für den Rückraum schafft. Hümmecke ist lauf- und zweikampfstark. Nie war er für die Mannschaft wertvoller als heute. Der angehende Lehrer spult Woche für Woche ein enormes Pensum auf der Platte ab, nimmt sich nur kurze Erholungsphasen auf der Bank. „Ich bin fitter als in den Jahren zuvor“, erklärt er. „Das Trainerteam mit Freddi Neuhaus sowie Tobias und Werner Salewski macht ein unfassbar gutes Training.“

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