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Fußball: Frauen des BSV Ostbevern finden Ersatz für Mannschaftsfahrt

Bis nach Malle und zurück

Ostbevern

Die obligatorische Mannschaftsfahrt nach Mallorca konnte nicht stattfinden. Also haben sich die Fußballerinnen des BSV Ostbevern eine Alternative überlegt, die gleichzeitig ihre Fitness deutlich verbessert. Den halben Weg, den sie für die gesamte Reise zurücklegen würden, haben sie schon geschafft.

Ralf Aumüller

Nicht nur auf dem Platz dynamisch: Frieda Kemper ist in der Corona-Pause besonders fleißig, sagt ihr Trainer. Foto: Kock

Nach dem Ende der vergangenen Saison wollten die Fußballerinnen des BSV Ostbevern nach Mallorca fliegen. Mannschaftsfahrt in die Sonne, eine schön Sause über drei, vier Tage. Daraus wurde in diesem Sommer nichts wegen Corona. Ob die Westfalenliga-Frauen 2021 die Baleareninsel ansteuern können, ist ungewiss. Also haben sie sich überlegt: Dann laufen wir da eben hin. Bis nach Malle und zurück. Den Hinweg haben sie schon geschafft. 2021 machen sie sich auf den Rückweg.

Die Strecke liegen sie natürlich nur in der Heimat zurück. „Die Idee ist aus dem Mannschaftsrat gekommen“, sagt Trainer Björn Kirchgessner. „Wir haben in unserer WhatsApp-Gruppe einen Countdown angelegt und dann jeweils die Kilometer runtergezählt.“

1740 Kilometer sind bereits geschafft

Für die Distanz Ostbevern-Mallorca haben die BSV-Frauen 1740 Kilometer angesetzt. „Immer, wenn eine Spielerin für sich gelaufen ist, hat sie die Strecke in die Gruppe geschrieben“, so Kirchgessner. Joggt die eine zehn Kilometer, die andere sechs und die nächste vier, gehen also 20 Kilometer von der Uhr.

Gut vier Wochen haben die BSV-Kickerinnen benötigt, um den Weg zwischen Ostbevern und der spanischen Insel zu bewältigen. Besonders viel, sagt Kirchgessner auf Nachfrage, „haben Nele Koenen und Frieda Kemper abgespult“.

Selbst verletzte Spielerin beteiligt sich

Einsatz zeigten aber auch die anderen. Der Coach strahlt: „Das war das Schöne: Alle Spielerinnen haben mitgemacht.“ Sogar Lisanna Mahnke, die derzeit gar nicht laufen darf wegen eines Mittelhandbruchs. „Sie hat dann ihre Gehkilometer eingetragen“, so Kirchgessner. „Die Spielerinnen fühlten sich bei dieser gemeinsamen Aktion auch ein bisschen verpflichtet. Und für den Trainer ist das ja auch eine schöne Sache.“ Seine Kilometer zählten nicht, er freute sich vielmehr über den Trainingseffekt. Einmal pro Woche treffen sich die BSV-Frauen mit ihrem Übungsleiter zudem in einem Zoom-Meeting und machen Stabilitätstraining. „Man merkt von Woche zu Woche mehr, dass die Spielerinnen den Fußball vermissen“, sagt Kirchgessner. Umso willkommener ist jede Abwechslung. Ab Anfang Januar will die Truppe gemeinschaftlich von Mallorca zurücklaufen.

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