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Fußball: Regionalliga

Bunte Auswahl für den Kunden: RW Ahlen trifft auf den 1. FC Düren

Ahlen

Regionalligist RW Ahlen nimmt es am Samstag mit dem 1. FC Düren auf. Der Oktober war ein Sahnemonat für die Wersestädter, die nun nicht vom Weg abkommen möchten. Im November und auch im Dezember werden noch wertvolle Punkte vor der Jahreswende vergeben.

Von Uwe Gehrmann

Die letzte Instanz: RW Ahlens Tormann Robin Brüseke fährt mal eben mit der eisernen Faust dazwischen. Da dürfen Jan Holldack (Mitte) und Tobias Reithmeir (rechts) einfach auch mal aufatmen. Foto: Wegener

Willkommen bei „Zimbos Gemischtwaren-Laden“. Hier gibt’s nichts, was es nicht gibt. „Schnelle, Robuste, Spielstarke, Kämpfer und Techniker“, lacht der Trainer. „Wir haben alles!“

Mal ganz davon abgesehen, wie beneidenswert die Lage von Andreas Zimmermann sein muss bei dieser bunten Auswahl auf breiter Bank – er wird sie auch brauchen, diese hochpreisige Angebotspalette an starken Spielern.

Obwohl – oder eben weil – der kommende Gast am Samstag der 1. FC Düren ist. Gut, der Aufsteiger hat zwar zuletzt acht Niederlagen kassiert, nur unterbrochen von einem 3:0 gegen Kaan-Marienborn, dafür aber setzt der Drittletzte nun auf einen neuen Chef: Statt Giuseppe Brunetto hat schon letzte Woche dessen Co-Trainer Carsten Wissing übernommen. Der verlor zwar gegen den Wuppertaler SV auch, nämlich 0:2, aber alle warten auf einen Effekt mit Spätzünder.

„Man weiß einfach nicht, wie er spielen wird“, kann Zimmermann die ganzen Spielbeobachtungen unter dem alten Trainer in die Rundablage geben, erwartet Düren aber auch unter Wissing eher defensiv hinter dem hohen, dicken Mauerwerk einer Fünferkette. Und da kommt eben Ahlens reichhaltiges Kicker-Sortiment ins Spiel. „Machen die im Zentrum dicht, kommen wir schnell über die Außen, sind sie an den Flanken stark, müssen wir’s auch mal durch die Mitte probieren“, hat der RW-Trainer Spieler für alle Fälle. „Die große Kunst ist, zu erkennen, wann was zu tun ist“, muss sich der Fußball-Lehrer bei aller guten Vorbereitung auf seine Führungsspieler verlassen. Denn er gibt zu: „Auf dem Platz kannst du als Trainer nicht mehr viel beeinflussen. Das entscheiden dann deine Jungs.“

Aber auch für die festgemauerte Abwehr Dürens hat „Zimbo“ seine Spezialisten. „Spielstarke Akteure, die auf engem Raum arbeiten können“, erwartet er hohe Qualität von seinem Kader. Ganz sicher keine Resterampe, sondern die guten Spieler, die von den obersten Regalböden. Die für den verwöhnten Käufer.

Mit Sonderangeboten vom rotweißen Grabbeltisch will man es besser gar nicht erst versuchen. „Mit dem Erfolg kommt nämlich auch der Spaß zurück“, kommentiert der Trainer den verlustfreien Oktober samt letztem 3:2 in Oberhausen. Das soll sich jetzt nicht ausgerechnet gegen Düren ändern. Im besten Fall sind die Gäste zwar Laufkundschaft. Aber weiß man’s vorher?

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