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Handball: Frederik Neuhaus, Coach des HLZ Ahlener SG, zieht eine Halbzeit-Bilanz

„Da ist noch viel Luft nach oben“

Ahlen

Die Hälfte der Saison hat das HLZ Ahlener SG geschafft – und das mit sieben Siegen und vier Niederlagen. Im Interview verrät Trainer Freddy Neuhaus, ob er damit zufrieden ist und spricht über den Saisonverlauf und die Entwicklung der Mannschaft.

Von Harald Hübl

Frederik Neuhaus zeigt die Jubel-Faust. „Ich bin sehr froh, dass wir das so hingekriegt haben“, sagt der Trainer in der Halbzeit-Bilanz. Foto: Wegener

Die Drittliga-Handballer des HLZ Ahlener SG haben sich mit dem 26:25-Sieg bei der TSG Altenhagen-Heepen zur Halbzeit der Serie den vierten Tabellenplatz gesichert. Sieben Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. 331 Mal hat die Mannschaft von Trainer Freddy Neuhaus den Ball in elf Partien im gegnerischen Tor versenkt. 327 Mal musste das Torwart-Duo Sven Kroker und Maurice Behrends hinter sich greifen. Im Interview spricht der HLZ-Trainer über den Saisonverlauf, die Entwicklung der Mannschaft und die Ziele, die die Ahlener Drittliga-Handballer noch erreichen wollen.

„Platz vier ist eine schöne Momentaufnahme“

Sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden?

Frederik Neuhaus: Auf jeden Fall. Der vierte Platz ist eine sehr schöne Momentaufnahme. Wenn man das mal kritisch hinterfragt, dann haben uns diese Leistung nicht allzu viele zugetraut.

Was bedeutet der vierte Platz?

Neuhaus: Die Liga ist unheimlich eng beieinander, da kann jeder jeden schlagen. Deshalb ist das für mich eben nur eine schöne Momentaufnahme. Dafür können wir uns nichts kaufen. Das ist eine gute Basis, die wir uns erarbeitet haben, auf der wir aufbauen können. Wir werden weiter von Spiel zu Spiel gucken.

Ihre Mannschaft hat viermal verloren. Wie ordnen Sie die Niederlagen ein?

Neuhaus: Wir haben gegen Wilhelmshaven, Hamm und Spenge verloren, das sind alles Teams, die über uns stehen. Die Niederlage in LIT kann man mal ausklammern. Die restlichen Spiele haben wir gewonnen. Das ist für eine so junge Mannschaft eine Supersache. Ich bin sehr froh, dass wir das so hingekriegt haben.

HLZ hat riesige Fortschritte gemacht

Das heißt, dass der eingeschlagene Weg – auf die Jugend zu setzen – der richtige war?

Neuhaus: Es war mutig, den Weg so zu gehen. Die Jungs haben es mit einem Wahnsinnseinsatz zurückgezahlt.

Wie hat sich die Mannschaft im Saisonverlauf entwickelt?

Neuhaus: Wir haben als Team Riesenschritte nach vorne gemacht. Wenn ich die ersten Spiele mit den letzten vergleiche, sind wir spielerisch wesentlich weiter.

Was heißt das genau?

Neuhaus: Wir sind in der Abwehr kompakter und insgesamt konstanter geworden. Außerdem haben wir schwerwiegende Ausfälle kompensiert und einen Großteil der Zeit ohne richtigen Rückraumrechten gespielt.

A-Jugendliche als „Co-Leistungsträger“

Wie hat die Einbeziehung der A-Jugendlichen funktioniert?

Neuhaus: Die A-Jugendlichen haben sich sehr gut in das Mannschaftsgefüge integriert. Sie sind zum Teil schon zu Co-Leistungsträgern geworden, wenn ich zum Beispiel an Til-Colin Schmidt denke.

Das HLZ-Team steht für Tempohandball, aber auch für Spielwitz und kreative Momente auf dem Feld. Sind die Kempa-Tore von Benny Bayer und Nico Horn so etwas wie ein neues Markenzeichen des HLZ?

Neuhaus: Da kann man so sagen (lacht). Ich habe von Kollegen und anderen Betreuern gehört, dass wir zu den am schwersten ausrechenbaren Mannschaften der Liga gehören sollen. Wir sind nicht nur physisch sehr schnell, sondern auch handlungsschnell im Kopf. Das ist das, was wir uns vorgenommen hatten. Es ist mutig, auch zum Teil noch zu risikobehaftet. Aber ich bin mir sicher, dass wir, wenn wir den Weg weitergehen, in Zukunft auch in der Schnelligkeit sicherer werden. Das ist das Ziel.

Volles Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Wie schätzen Sie die Leistungsstärke ihrer Mannschaft derzeit ein?

Neuhaus: Wenn ich überlege, welches Potenzial diese Mannschaft hat, dann glaube ich, dass sie noch nicht mehr als 70 bis 80 Prozent abruft. Da ist noch richtig viel Luft nach oben. Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft eine einheitliche Vorstellung hat, was wir an Handball spielen können und wie wir als Team agieren wollen.

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