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Handball: Frauen-Verbandsliga

Die ASG und Uwe Landau wollen hoch hinaus

Ahlen

Forsche Töne aus dem HLZ Ahlener SG! Denn Trainer Uwe Landau verspricht für die kommende Saison „Attacke“. Die Verbandsliga-Handballerinnen wollen jedenfalls hoch hinaus. Und das begründet der Coach auch.

Von Uwe Niemeyer

Mit jugendlichem Schwung in die Saison: Victoria Kensbrock ist eine von vier Nachwuchsspielerinnen im ASG-Kader. Foto: Lars Gummich

Betriebsamkeit beim HLZ Ahlener SG. Nein, nicht nur bei den Drittliga-Männern. Auch die Frauen nehmen längst Fahrt Richtung Punktspielstart am 11. September auf. Dazu gehört auch das zweite Vorbereitungsspiel am heutigen Mittwoch gegen den BSV Roxel (20 Uhr, kleine Halle). Es ist aber auch nur ein Mosaikstein auf dem Weg.

Darüber, wie das Gesamtbild am Ende aussehen soll, hat Uwe Landau klare Vorstellungen. „Der Klassenerhalt kann nicht unser Anspruch sein. Ich möchte den Anschluss an die oberen Plätze, einen zwischen zwei und fünf. Mit der TG Hörste werden wir uns nicht messen können, aber mit allen anderen. Wir schauen nicht nach hinten“, sagt der Sendenhorster deutlich. Man könnte es ihm beinahe als Überheblichkeit auslegen. Die aber liegt Landau fern. Er erklärt vielmehr: „Wenn wir alle Trainingseindrücke auf das Parkett bekommen, dürften wir zuversichtlich sein.“ Er und sein Team um Torwarttrainer Andre Deppe und besonders Athletiktrainer Werner Salewski ( „Mit so einem Fachmann habe ich noch nie zusammengearbeitet“) sind guten Mutes.

Uwe Landau, Trainer der Verbandsliga-Handballerinnen

Zudem berechtigt der Kurz-Start in die vergangene Saison zum positiven Denken. Mit einem knappen Ein-Tore-Sieg gegen Oberliga-Absteiger Coesfeld sowie einer Ein-Tore-Niederlage gegen Liga-Urgestein Oberlübbe waren die Ahlenerinnen verheißungsvoll in das Aufstiegsjahr gestartet. Dann kam die Vollbremsung. Nun, so Landau, „wartet eigentlich erst das richtige erste Verbandsligajahr“. Mit Vorfreude: „Alle sind erleichtert, dass es wieder losgeht. Es ist auch lebenswichtig für die Vereine“, weiß der Coach und hofft, rasch den Rhythmus zu finden.

Dafür soll auch das Dreier-Turnier mit dem FC Schüttorf 09 und TuS Borgholzhausen am 15. August ebenso sorgen wie Testspiele gegen den Hammer SC, BV Brambauer und zweimal gegen Westfalia Kinderhaus. Diese Spiele sollen die positive Entwicklung fortsetzen.

Jana Bachem ist der einzige Neuzugang

Eine personelle verzeichnet das Team nicht. Während keine Spielerin das Aufgebot verlassen hat, ist mit Jana Bachem nur eine neue Spielerin hinzugekommen, die auf beiden Außenpositionen einsetzbar ist. 14 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen zählen somit zum Kader. Darunter auch die vier Nachwuchsspielerinnen Sina Kendermann, Victoria Kensbrock, Marei Engbert und Alara Meckie. Das Quartett kann noch A-Jugend spielen, ist aber fester Bestandteil in der Ersten. „Sie sind schon mit uns aufgestiegen“, ordnet Landau ihren Werdegang ein. Seit seinem Amtsantritt im Herbst 2019 hat der 62-Jährige die vier im Visier.

Froh ist er derweil, dass er zwischen den Pfosten auf ein Trio bauen kann. Denn eine Polizeibeamtin und eine Auszubildende zur Brandmeisterin sind bisweilen zeitlich eingespannt. Aber Routinier Marion Buschkotte sowie Anna Bolte und Luisa Holtmann sorgen für Alternativen.

Abwanderungen von Spielerinnen soll gestoppt werden

Die möchte die HLZ Ahlener SG auch in Zukunft bieten. Mehr noch. „Wir möchten wieder etwas im Frauenbereich bewegen und verhindern, dass immer wieder Spielerinnen nach ihrer sportlichen Ausbildung abwandern“, sagt Landau. Mit Wehmut blickt er dabei auf Handballerinnen, die inzwischen in Everswinkel oder Dortmund gelandet sind.

Auch deshalb möchten er und seine Spielerinnen in der neuen Saison nach vorne, also in der Tabelle nach oben, blicken.

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