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Fußball: Staffeltag und Pokalauslosung

Die Pandemie als Taktgeber

Die Auslosung der Paarungen im Kreispokal war schnell erledigt, auf die Berichte aus den einzelnen Ligen wurde in weiser Voraussicht direkt verzichtet. Im Mittelpunkt des Staffeltags des Fußballkreises Beckum am Montagabendstand eindeutig der Spielbetrieb in Zeiten des Virus.

Henning Hoheisel

Auch beim Staffeltag geht es nicht ohne: Am Montagabend lud der Vorstand des Fußballkreises Beckum zur Versammlung inklusive Pokalauslosung ins Haus Bockey in Neubeckum. Das dominierende Thema natürlich: der Spielbetrieb inmitten der Pandemie. Foto: Hoheisel

Im Grunde stand es allen Anwesenden ins Gesicht geschrieben, dennoch betonte es der Kreisvorsitzende Peter Wiethaup inmitten der Diskussion mit unmissverständlichen Worten: „Es ist schon elementar wichtig, worüber wir hier reden.“

Am 6. September startet in den Kreisligen die Saison. Eigentlich allerorten ein Grund zur Freude, doch in diesem Sommer ist alles etwas anders. Auch wenn alle Clubs bereits Testspiele über die Bühne gebracht haben, der Umgang mit der Coronaschutzverordnung stellt die Macher noch immer vor Herausforderungen. „In jedem Ort ist es anders, in jeder Kommune gibt es verschiedene Zusätze“, sprach Wiethaup den Verantwortlichen aus der Seele. Ein gutes Beispiel ist Oelde, und so übergab der Kreisvorsitzende das Wortan Michael Twittmann, seines Zeichens Chef der Spielvereinigung. Im Jahnstadion sind derzeit keine Zuschauer erlaubt, diesen Entschluss hat die Stadt nach Rücksprache mit den beteiligten Clubs getroffen. Bedeutet: Außer den Spielern eines Teams darf nur eine begrenzte Zahl an Trainern und Betreuern einer Partie beiwohnen. „Wir könnten sonst nicht gewährleisten, dass nur 300 Leute im Stadion sind“, betonte Twittmann mit Verweis auf das großflächige Areal, das auch von anderen Clubs genutzt wird.

Viele Sorgen – aber auch positive Signale

Eine harte Entscheidung, wie die ersten Wochen bereits offenbart haben. „Ein Problem sind auch die Eltern, die jetzt ihren Kindern nicht zusehen können“, so Twittmann. Was das angeht, wurde jetzt ein Kompromiss gefunden: Auswärtige Eltern, die als Fahrer fungieren, dürfen nun ebenfalls rein. Einzige Bedingung ist, dass sie zuvor ihre Daten aufschreiben und am Stadion abgeben. „Das gilt natürlich auch für die Vereine aus unserem Kreis“, betonte Twittmann.

Ein weiteres Problem im Jahnstadion: Es gibt nur acht Kabinen mit vier Duschen. „Es ist fast nicht möglich, die Abstände einzuhalten“, so Twittmann. Hilfe kommt nun aus dem Rathaus: Die Stadt Oelde hat zugesichert, auf eigene Kosten Zelteaufzubauen, die zumindest bis Oktober als Umkleidekabinen dienen sollen.

Auslosung Pokal

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