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Handball: Landesliga

Diskussionen über vorzeitige Pause nehmen zu

Ahlen/Beckum

Der Handballkreis Hellweg hat die Vorlage gegeben – der TV Ennigerloh sie genutzt. Als erster Verein nimmt der Bezirksligist das Angebot an und setzt zunächst bis zum Jahresende weitere Spiele aus. Auch in der Landesliga könnte bald der Vorhang fallen. Markus Ebel, Abteilungsleiter des SV Eintracht Dolberg, hat begonnen, sich intern ein Bild zu machen. Nachteile durch den Verband wird es bei einer Pause nicht geben.

Von Uwe Gehrmann

Ball und Spieler ruhen: Dolbergs Niklas Heising (l.) und Beckums Jannik Striethorst könnten bald Pause haben. Foto: Wegener

„Wir brauchen keine Politiker, um unseren gesunden Menschenverstand zu bewahren“, sagt Thomas Gerndt und denkt lieber selbstständig. Dazu gehört für den Handball-Abteilungsleiter des TV Beckum vor allem die Verantwortung für die Gesundheit aller Spielerinnen und Spieler. „Ich bin sehr dafür, die Spiele nach hinten zu schieben, wenn sich das machen lässt“, nimmt sich Gerndt ein Beispiel am TV Ennigerloh, der zum Wochenstart bekanntgab, den Spielbetrieb vorerst einzustellen.

„Ein dickes Lob an den Handball-Kreis, der vorausschauend gehandelt hat und seinen Vereinen die Möglichkeit zum Verschieben geben kann“, so Gerndt, der in den nächsten Tagen mit seinen Aktiven reden will, ob Beckum nicht auch eine Pause guttäte, um den immer noch steigenden Inzidenzzahlen über den Jahreswechsel vorerst auszuweichen.

Auch in Dolberg macht man sich Gedanken

Auch der Landesligist in der Nachbarschaft, der SVE Dolberg, ist durch den Vorreiter aus Ennigerloh aufmerksam geworden. Gerndts Kollege in Dolberg, Markus Ebel, hat am gestrigen Trainingsabend erste Gespräche gesucht, um die Stimmungslage zu eruieren. „Natürlich muss man sich Gedanken in diese Richtung machen“, sagt Ebel.

Nicht alle Eintracht-Spieler treten noch an

Schon jetzt treten bei Dolbergs Seniorenteams einige Spieler nicht mehr an, um das Risiko – auch für die eigenen Angehörigen – so klein wie möglich zu halten. Ansonsten weiß man beim SVE gerade mal von einem Ungeimpften in der kompletten Abteilung. Nicht viel, aber die Lage bleibt kritisch, wie der SVE-Abteilungsleiter weiß: „Bis zu den Kabinen ist Maskenpflicht, ab da ist alles wieder erlaubt und man kann sogar gemeinsam duschen. Stringent ist was anderes.“

Thomas Gerndt (TV Beckum)

So etwas wird Thomas Gerndt wohl gemeint haben, als er von „gesundem Menschenverstand“ sprach. „Das geht gerade alles gar nicht“, urteilt er. „Letztes Jahr haben wir unter viel moderateren Umständen alles dicht gemacht. Jetzt muss 2G reichen,damit alles erlaubt ist?“, fragt Gerndt und stellt das Beckumer Engagement zum Jahresende zur Diskussion.

Markus Ebel (SVE Dolberg)

Auch in Dolberg wollen sie nun zeitnahe entscheiden. Vielleicht noch ein letztes Spiel an diesem Wochenende, dann ist sowieso erstmal vorbei. Was dann kommt? „Profifußball, Karneval, Kirmes, alles geht. Und unser Spielplan ist eh eine Katastrophe“, schüttelt Markus Ebel den Kopf. „Sicher sein kann sich keiner.“

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